Wegweisende Projekte in Rheinland-Pfalz
Die Landesregierung hat im Rahmen der Demografiestrategie viele innovative Ideen und praktikable Ansätze verwirklicht, die Erfolge verzeichnen. Diese Projekte verdeutlichen: Der demografische Wandel kann aktiv mitgestaltet werden. Deshalb können wir in Rheinland-Pfalz zuversichtlich sein, dass die Lebensbedingungen zwar anders werden, aber nicht grundsätzlich schlechter. Eine Auswahl der Maßnahmen finden Sie auf dieser Seite.
Zukunft Dorf
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Alterung, Leerstand und das soziale Miteinander sind wichtige Zukunftsfragen für kleine Dörfer. Antworten bietet der "ZukunftsCheck Dorf", der von Praktikerinnen und Praktikern sowie den im Dorf lebenden Menschen entwickelt wurde. Es werden vor Ort individuelle Lösungen erarbeitet und umgesetzt. Es nehmen mehr als 500 Ortsgemeinden teil.
• Zukunfts-Check Dorf (ZCD): www.mdi.rlp.de
Ein Dorfladen kann die Lebensqualität und das soziale Miteinander durch einen lebendigen Treffpunkt im Dorf stärken. Aufbau und Betrieb stellen aber auch eine Herausforderung dar. Mit dem Dorfladenprojekt „M-Punkt RLP“ sollen die Risiken für die Kommunen minimiert werden. Mit über 600 Beratungen und 33 erfolgreichen Eröffnungen, die bis heute Bestand haben, ist „M-Punkt RLP“ eine wertvolle Hilfe für die Engagierten vor Ort.
• Dorfladenberatung „M-Punkt-RLP“: www.m-punkt-rlp.de
Stärkung der medizinischen Versorgung

Eine wichtige Aufgabe im demografischen Wandel ist es, die wohnortnahe Versorgung gerade in den ländlichen Regionen auch in der Zukunft sicherzustellen. Mit einem Masterplan zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung hat das Land und seine Partnerorganisationen insbesondere im Bereich der Ärzteschaft vielfältige Maßnahmen ergriffen und weiterentwickelt, die dazu beitragen. Dazu gehört auch ein Niederlassungsförderprogramm für die hausärztliche Versorgung, von dem bislang rund 185 hausärztliche Niederlassungen oder Anstellungen in ländlichen Regionen profitieren konnten. Mit einer Neufassung des Förderprogramms wurden u.a. die Kinder- und Jugendmedizin mit aufgenommen sowie die Förderung von Zweigpraxen erleichtert.
- Masterplan zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung: www.hausarzt.rlp.de/de/masterplan/
Mit lokalen Zukunftswerkstätten zur Sicherung der ärztlichen Versorgung konnten in vielen Regionen zukunftsweisende Modelle der ärztlichen Versorgung konzipiert und deren Umsetzung angestoßen werden. Die Zahl der allgemeinmedizinischen Facharztanerkennungen ist in den letzten Jahren gestiegen. Die ärztliche Versorgung ist in allen Regionen des Landes gewährleistet. Seit mehreren Jahren investiert die Landesregierung auch in Telemedizin – zum Beispiel zur weiteren Verbesserung der Schlaganfallversorgung, bei Herzinsuffizienz, Asthma, COPD oder psychiatrischer Krisenintervention.
- Gute Perspektiven für Hausärzte in RLP: www.hausarzt.rlp.de
Starke Kommunen und Regionen
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Die Bewältigung des demographischen Wandels erfordert querschnittsorientierte Handlungsansätze. Das Regionale Zukunftsprogramm „Regional. Zukunft. Nachhaltig.“ bietet hier ein breites Spektrum an förderfähigen Maßnahmen, vom Ausbau und Digitalisierung kommunaler Infrastruktur über Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes im öffentlichen Raum, dem Bau barrierefreier Bushaltestellen bis hin zu Maßnahmen zur Förderung der Mobilität im ländlichen Raum. Mit einem Gesamtbudget von 200 Millionen Euro sollen die Regionen gestärkt werden, die vor besonderen strukturellen Herausforderungen stehen. Das Ziel: Die Lebensverhältnisse in den verschiedenen Regionen des Landes anzugleichen, während sie ihre individuelle Identität wahren.
- Das Regionale Zukunftsprogramm: www.zukunftsprogramm.rlp.de
Damit Dörfer und Städte auch im demografischen Wandel weiter attraktiv bleiben, bilden die „Innenstädte der Zukunft“ einen ressortübergreifenden Schwerpunkt der Landesregierung. Zahlreiche Maßnahmen sollen die Aufenthaltsqualität und die Besucherfrequenz in den Innenstädten und Ortszentren steigern. So werden in einer Workshop-Reihe individuelle Konzepte für die ländlichen als auch die urbanen Zentren mit ihren unterschiedlichen Charakteren entwickelt. Im Mittelpunkt des Regierungsschwerpunkts steht die Aktivierung von privaten Initiativen. Aber auch verschiedene Förderprogramme der Landesregierung tragen zum Erfolg des Projekts bei.
- Regierungsschwerpunkt „Innenstädte der Zukunft“: www.innenstaedte.rlp.de
Barrierefreiheit
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Bauliche Barrierefreiheit im Wohnumfeld und im öffentlichen Raum nutzt allen. Deswegen wurde die Landesbauordnung so verändert, dass mehr barrierefreie Wohnungen gebaut werden. Praxishandbücher und eine Landesberatungsstelle unterstützen Bürgerinnen und Bürger, die barrierefrei bauen oder umbauen wollen. Auch in der sozialen Wohnraumförderung ist bauliche Barrierefreiheit ein Schwerpunkt.
- Landesberatungsstelle barrierefrei Bauen und Wohnen: www.barrierefrei-rlp.de
- Soziale Wohnraumförderung bei der Investitions- und Strukturbank RLP: www.isb.rlp.de
- Bauen und Wohnen: www.fm.rlp.de
Die barrierefreie Zugänglichkeit zu Sehenswürdigkeiten, ÖPNV oder Hotels geben gerade ländlichen Räumen Attraktivität und neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Seit 2016 können zum Beispiel touristische Infrastrukturen sowie gewerbliche Beherbergungs-, Gastronomie- und Campingbetriebe gefördert werden, die in Barrierefreiheit investieren wollen und in einer der 10 Modellregionen liegen.
- Barrierefreier Tourismus in Rheinland-Pfalz: www.mwvlw.rlp.de/de
Digitalisierung nutzen
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Digitalisierung bietet viele Möglichkeiten auf den demografischen Wandel zu reagieren. Für mehr Telearbeitsplätze (Homeoffice) oder Telemedizin braucht es zum Beispiel schnelle Datenleitungen in der Stadt und auf dem Land. Die Digitalstrategie des Landes hat deswegen einen eigenen Schwerpunkt „Demografischen Wandel gestalten, ländliche Räume entwickeln – Jung und Alt vernetzen“.
- Digitales Rheinland-Pfalz: www.mastd.rlp.de
- Digitalstrategie Rheinland-Pfalz: www.digital.rlp.de
Im Projekt „Digitale Dörfer“ wurden vier digitale Anwendungen entwickelt, die allen rheinland-pfälzischen Kommunen zur Verfügung stehen. Die DorfNews, als lokales Nachrichtenportal, die DorfFunk-App zur Kommunikation im Dorf, die BestellBar als regionaler Online-Marktplatz und die LieferBar als gemeinschaftlich organisierter Mitbring-Service.
- Digitale Dörfer: www.digitale-doerfer.de
Beim Breitbandausbau werden die verfügbaren Bandbreiten in Ballungsräumen und großen Städten angeglichen. Das Ziel der Landesregierung ist die Gigabit-Gesellschaft. Dafür schafft sie die Voraussetzungen.
- Breitband: www.breitband.rlp.de
Förderung des ländlichen Raums
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Das ELER-Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung (ELER EULLE) bildet in Verbindung mit der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) ein Kernstück der Förderung des ländlichen Raums in Rheinland-Pfalz. Neben Förderangeboten zur Zukunftssicherung der Land- und Agrarwirtschaft sowie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sind insbesondere im Rahmen des LEADER-Ansatzes vielfältige Vorhaben beispielsweise zur Grundversorgung oder Mobilität möglich.
- ELER-Entwicklungsprogramm www.eler-eulle.rlp.de
Für die integrierte, nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume sowie zur Realisierung ländlicher Infrastrukturmaßnahmen steht das Instrument der ländlichen Bodenordnung zur Verfügung.
- Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum www.dlr.rlp.de
Um Bürgerinnen und Bürger als Akteurinnen und Akteure der ländlichen Entwicklung auszubilden, wurde die Akademie Ländlicher Raum (ALR) ins Leben gerufen. Sie bietet ein weit gefächertes Forum für Akteurinnen und Akteure des ländlichen Raumes. Im Vordergrund stehen der Austausch von Informationen und Ideen sowie die Fortbildung zu Handlungsansätzen aus der / für die Praxis. Jährlich werden Veranstaltungen und Webinare zu Themen der ländlichen Räume wie Kulturlandschaft, Grundversorgung, Mobilität, Digitale Veränderungsprozesse oder Demographie durchgeführt.
- Akademie Ländlicher Raum www.dlr.rlp.de/Akademie-Laendlicher-Raum
Gute Bildungsangebote sichern
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Von der Kita bis in Ausbildung oder Studium bietet Rheinland-Pfalz ein breites, wohnortnahes und qualitativ hochwertiges Bildungsangebot. Dabei passt das Land seine Bildungsangebote den sich wandelnden Rahmenbedingungen – wie den Schülerzahlen oder der Nachfrage nach neuen Angeboten – an. Um die Kinder und Jugendlichen auf die zukünftigen Anforderungen vorzubereiten, müssen zuerst die Schulen fit für die Zukunft gemacht werden. Die Initiative „Schule der Zukunft“ fördert individuelle Schulentwicklungsprozesse in Rheinland-Pfalz, um den großen gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie der Transformation der Arbeitswelt oder dem demografischen Wandel, zu begegnen.
- Initiative „Schule der Zukunft“: www.schule-der-zukunft.rlp.de
Seit 2002 baut Rheinland-Pfalz sein Ganztagsschulangebot kontinuierlich bedarfsgerecht aus. Somit leisten die Ganztagsschulen einen wichtigen Beitrag zur Bildung und Erziehung, Persönlichkeits-entwicklung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Berücksichtigt man alle Ganztagsschul-formen verfügten im Schuljahr 2024/2025 über 85 Prozent der Schulen ein ganztägiges Angebot. Damit ist bereits heute eine flächendeckende Versorgung erreicht. Das bewährte Ausbaupro-gramm wird auch in den kommenden Jahren bedarfsgerecht fortgeführt.
- Ganztagsschulangebot: www.bm.rlp.de
Gute Pflege auf dem Land und in der Stadt

Der Bedarf an Pflegefachkräften wird durch die Alterung der Gesellschaft zunehmen. Mit der „Fachkräftestrategie Pflege 2025“ reagiert die Landesregierung auf den steigenden Bedarf. Die Initiative besteht aus den Handlungsfeldern Fachkräftequalifizierung, Fachkräftegewinnung, Fachkräftebindung und Digitalisierung und Innovation in der Pflege. Die vereinfachte Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen und die Begleitung im Anerkennungsprozess sowie die Vermittlung für ausländische Pflegekräfte unter Beteiligung von Krankenpflegeschulen, bilden ein zusätzliches Potenzial zur Fachkräftegewinnung.
- Gute Pflege in Rheinland-Pfalz: www.mastd.rlp.de
Das Projekt „Gemeindeschwesterplus“ hilft, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, es soll nun ausgeweitet werden und steht Pate für den bundesweit geplanten
präventiven Hausbesuch.
- Gemeindeschwesterplus: www.gemeindeschwesterplus.rlp.de
Mit dem Projekt „WohnPunkt RLP“ unterstützt die Landesregierung kleine Dörfer beim Aufbau von Wohn-Pflege-Gemeinschaften, in denen bis zu zwölf ältere Menschen gemeinsam leben können.
- WohnPunkt RLP – Wohnen mit Teilhabe: www.wohnpunkt-rlp.de
Gut leben im Alter - Neue Nachbarschaften
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In Rheinland-Pfalz gestalten wir Seniorenpolitik gemeinsam mit den Menschen. Seniorinnen und Senioren haben konkrete Vorstellungen von ihren Wünschen und Bedürfnissen. Sie machen kreative Vorschläge und bringen sich ein. Die Landesleitstelle "Gut leben im Alter" gestaltet den Rahmen für Engagement und Beteiligung, sie bietet Gelegenheiten und Ansprechpartnerinnen und -partner.
- Landesleitstelle „Gut leben im Alter“: www.gutlebenimalter.rlp.de
Nachbarschaftsinitiativen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Unterstützung älterer Menschen. Mit der Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz“ stärkt die Landesregierung Initiativen und Nachbarschaftsprojekte. Es gibt zahlreiche lokale Nachbarschaftsinitiativen, die sich über ein Internetportal vernetzen können.
- Landesinitiative "Neue Nachbarschaften - engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz!": www.neue-nachbarschaften.rlp.de
Lange zu Hause leben
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Die neuen gemeinschaftlichen Wohnformen wie Mehrgenerationenwohnen, Wohn-Pflege-Gemeinschaften oder gemeinschaftliche Wohnprojekte gelten als Modelle für eine älter werdende Gesellschaft. Hier werden Nachbarschaftshilfe gestärkt, Teilhabe ermöglicht und professionelle Dienstleister eingebunden. Zur Unterstützung der Initiativen gibt es eine Landesberatungsstelle für neue Wohnformen, das Projekt „WohnPunkt RLP“ und eine Anschubförderung für innovative Wohnprojekte.
- Wohnen wie ich will: www.mastd.rlp.de
- WohnPunkt RLP: www.wohnpunkt-rlp.de
- Landesberatungsstelle Neues Wohnen: www.lsjv.rlp.de
Genossenschaften und Wohnprojekte können auch von der sozialen Wohnraumförderung profitieren, die über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) abgewickelt wird.
Inzwischen gibt es rund 200 innovative Wohn- und Quartiersprojekte in allen 36 Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz.
- Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB): www.isb.rlp.de
Infrastruktur neu kombiniert
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Damit die Menschen in allen Regionen weiter gute Wohn- und Lebensbedingungen finden, zielen viele Maßnahmen der Landesregierung auf die Anpassung der Infrastrukturen an den demografischen Wandel. Wo weniger Menschen leben, muss trotzdem ein gut funktionierendes Wasser- und Abwassersystem gewährleistet sein, das bezahlbar bleibt. Das bundesweit einmalige Verbundsystem „Westeifelprojekt“ kombiniert die Trinkwasserversorgung, Energieeffizienz und den Ausbau des Glasfasernetzes in einer Region mit starkem
demografischem Wandel.
- Wasserversorgung im Verbund: www.energieagentur.rlp.de
Wie neue Arbeitsmodelle, sogenannte „Coworking Spaces“, auch in ländlichen Regionen funktionieren, zeigt das Pilotprojekt „Schreibtisch in Prüm“ seit Juli 2017. Die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. betreibt das Projekt zusammen mit der Verbandsgemeinde Prüm und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. Nach dem erfolgreichen Testbetrieb wurde das Erfolgsmodell nun verstetigt.
- Coworking Space - Schreibtisch in Prüm: www.schreibtischinpruem.de