Die Landesregierung hatte Anfang November im Ministerrat beschlossen, den Einrichtungen der Pflege neben den Booster-Impfungen durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zusätzliche Hilfe durch Mobile Impfteams zukommen zu lassen. Gesundheitsminister Clemens Hoch hatte einen 5-Punkte-Plan angekündigt, um die Drittimpfungen zu beschleunigen. Dieser sah vor, Einrichtungen der Pflege erneut zu sensibilisieren, verstärkt mobile Impfteams einzusetzen, alle Menschen in Rheinland-Pfalz über 70 Jahre gemeinsam mit der Ärzteschaft anzuschreiben und zur Impfung einzuladen, an Krankenhausstandorten gemeinsam mit der Krankenhausgesellschaft spezielle Impftage anzubieten und 500 zusätzliche Impfbustermine bis zum Jahresende anzubieten.
„Ich freue mich und bin stolz, dass wir alle fünf Punkte innerhalb kürzester Zeit abgearbeitet haben“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch und betonte zugleich: „Jede Impfung zählt. Das gilt auch weiterhin, weil die Omikron-Variante uns alle erneut fordert, den Schutz der Gesundheit unserer Mitmenschen und von uns selber im Blick zu behalten. Umso erfreulicher ist es, dass die Booster-Kampagne in den Einrichtungen der Pflege so an Fahrt aufgenommen hat.“
Sozialminister Schweitzer und Gesundheitsminister Hoch lobten die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz in Rheinland-Pfalz. Dessen Mobile Impfteams haben in allen Einrichtungen der Pflege, die auf eine Abfrage hin Unterstützungsbedarf gemeldet haben, Auffrischungsimpfungen durchgeführt. Wo Einrichtungen noch Bedarf anmelden sollten, bekommen sie weiter Unterstützung von Mobilen Impfteams.
Manuel Gonzalez, Vorstand des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, resümierte: „Seit Beginn der Impfkampagne haben unsere mobilen DRK-Impfteams insgesamt 167.530 Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen in Einrichtungen der Pflege- und Altenhilfe verabreicht. Allein in den vergangenen drei Wochen konnten wir gemeinsam mit 22 unserer Kreisverbände die Hausärzt*innen mit Boosterimpfungen in mehr als 50 Einrichtungen in 22 Landkreisen und kreisfreien Städten unterstützen.“
Um die vulnerable Gruppe der Menschen in den Einrichtungen der Pflege darüber hinaus zu schützen, wurde die Testfrequenz erhöht. Rheinland-Pfalz setzt außerdem auf ein Monitoring, das alle zwei Wochen bei den Einrichtungen die Impfquoten von Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden abfragt. Das bleibe auch fortlaufend ein fester Baustein, um über das Impfgeschehen in den Einrichtungen einen Überblick zu behalten, sagte Sozialminister Schweitzer, der betonte: „Es kommt weiter auf jede einzelne Impfung an.“