| Europäisches Jahr der Kompetenzen

Weiterbildungsmöglichkeiten für persönliche und berufliche Kompetenzentwicklung nutzen

Der heutige Europatag markiert den Start des Europäischen Jahres der Kompetenzen. Es soll dazu beitragen, die Fachkräfte für den digitalen und ökologischen Wandel in Europa zu sichern, Bürgerinnen und Bürger beim Erwerb von Kompetenzen zu unterstützen und den Wandel sozialverträglich zu gestalten. Lebenslanges Lernen und die Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung stehen dabei im Vordergrund.

„Ich freue mich, dass auf europäischer Ebene die Bedeutung der Weiterbildung erkannt und durch das Jahr der Kompetenzen gestärkt wird. In Rheinland-Pfalz nehmen wir die berufliche und die allgemeine Weiterbildung gleichermaßen in den Blick und setzen einen Schwerpunkt auf Initiativen und Programme, die die Menschen im Land auf die Transformation der Arbeits- und Lebenswelt vorbereiten und sie im Wandel unterstützen“, betonte Arbeits- und Transformationsminister Alexander Schweitzer.

Durch die Förderung der anerkannten Weiterbildungsträger und der Volkshochschulen werde ein flächendeckendes, plurales und qualitätsvolles Angebot an Weiterbildungsveranstaltungen in ganz Rheinland-Pfalz gesichert. Schwerpunkte der Landesförderung liegen darüber hinaus auf Angeboten zum Ausbau der digitalen Kompetenzen von Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Bereich der zweiten Chance. Dazu gehören insbesondere Alphabetisierungsmaßnahmen sowie Vorbereitungskurse zum Nachholen eines Schulabschlusses für Erwachsene, die nicht mehr in das allgemeinbildende Schulsystem einmünden können.

Mit dem Bildungsfreistellungsgesetz hat das Land die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass sich Beschäftigte in Rheinland-Pfalz über die gesamte Zeit ihrer Erwerbstätigkeit weiterbilden können. „Die Freistellung für Weiterbildungen bei fortlaufendem Lohnbezug leistet einen wichtigen Beitrag zu Fachkräftesicherung, politischer Teilhabe und einem erfolgreichen Wandel der Arbeitswelt“, sagte Schweitzer. Rund 7.000 Beschäftigte machten 2022 von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) als wichtigstem Instrument der EU zur Kompetenzentwicklung adressieren darüber hinaus verschiedene Förderprogramme den Bereich der Qualifizierung und beruflichen Weiterbildung. So hat das Programm „QualiScheck“ zum Ziel, durch Erstattung von 60 Prozent der Weiterbildungskosten (bis maximal 1.500 Euro) mehr Beschäftigte zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen zu motivieren. Ferner richtet sich der Ansatz „Betriebliche Weiterbildung“ an Unternehmen und fördert betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen. Im Förderbereich „Analphabetismus“ erhalten Erwachsene in Kursen und Lerncafés die Möglichkeit, ihre Lese- und Schreibfähigkeiten auszubauen. Digitale und politische Kompetenzen sind dabei Querschnittsthemen in allen Ansätzen.

Orientierung angesichts des vielfältigen Angebots an Weiterbildungen und Kursen sowie der dazu passenden Fördermöglichkeiten bietet die Transformationsagentur in Rheinland-Pfalz. Als Wegweiser im Wandel unterstützt sie zusammen mit den regionalen Transformationsbegleitern Beschäftigte, Betriebe sowie Bürgerinnen und Bürger dabei, individuell passenden Weiterbildungsangebote zu finden.

Auch die ESF-Arbeitsmarktkonferenz „Fachkräftesicherung durch Kompetenzentwicklung und Weiterbildung“ am 26. Juni 2023 wird zentrale Themen des Europäischen Jahres der Kompetenzen aufgreifen. Das Europäische Jahr der Kompetenzen läuft bis Mai 2024. Bis dahin sollen vielfältige Maßnahmen und Initiativen auf den Weg gebracht und unterstützt werden, die Themen wie Lernangebote, Mobilität und die Anerkennung von Qualifikationen in den Vordergrund rücken. Der Schwerpunkt wird auf der Nutzung bestehender Instrumente liegen, die zugleich durch neue Vorschläge der EU ergänzt und unterstützt werden sollen.

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