| Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Sozialminister Schweitzer und Landesbehindertenbeauftragter Rösch: „Gemeinsam für mehr Inklusion im Landesdienst und im gesamten Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz“

Am 3. Dezember findet jährlich der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen statt, der seit 1993 die Interessen von betroffenen Menschen in den Vordergrund rückt. Auf der diesjährigen Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen Rheinland-Pfalz (AGSV RP), zu der Sozialminister Alexander Schweitzer und der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch eingeladen waren, standen die Interessen der schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesdienstes im Mittelpunkt.

Sozialminister Schweitzer hob auf der Jahresversammlung das Engagement der Interessenvertretungen hervor: „Gemeinsam entwickeln wir wichtige und gute Ideen, wie wir die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen im Landesdienst noch besser fördern können. In engem Austausch mit dem Landesbehindertenbeauftragen Matthias Rösch und der AGSV haben wir Maßnahmen wie die Verwaltungsvorschrift zur gleichberechtigten und selbstbestimmten Teilhabe schwerbehinderter Menschen im Landesdienst oder das Vorhaben der verbindlichen Zielvereinbarungen auf den Weg gebracht.“

Damit die Arbeitsbedingungen für Menschen mit Behinderungen im Landesdienst konkret verbessert werden können, wird eine Beschäftigungsquote von sechs Prozent schwerbehinderter Menschen angestrebt. „Dafür braucht es den Einsatz aller Verantwortlichen in den Landesbehörden, bei Justiz und Polizei, in den Schulen und anderswo“, betonte Matthias Rösch.

Bezogen auf den gesamten Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz sagte Schweitzer, dass die Pandemie besonders Menschen mit Behinderungen trifft. Er betonte die Bedeutung inklusiver Arbeit. „Wir haben ehrgeizige Ziele und sind entschlossen, den Anteil von Menschen mit Behinderungen in Unternehmen deutlich zu erhöhen.“ So plane die Landesregierung, die Zahl der Inklusionsfirmen auszubauen, in denen bislang über 1000 Menschen mit Behinderung beschäftigt sind. Ein weiteres Instrument, das Unternehmen und Betriebe nutzen können, ist das so genannte Budget für Arbeit. Das 2007 in Rheinland-Pfalz entwickelte Projekt wurde 2018 bundesweit eingeführt und steht allen privaten und öffentlichen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern offen, um Menschen mit Behinderung zu beschäftigen.

Im Gespräch mit der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen Rheinland-Pfalz (AGSV RP) sprachen Schweitzer und Rösch auch darüber, dass der Landesdienst als Arbeitgeber den Transformationsprozess mit seiner zunehmenden Digitalisierung begleite. Um die Inklusion für schwerbehinderte Kolleginnen und Kollegen sicherzustellen, wird bei EDV-Programmen Barrierefreiheit schon bei der Auftragsvergabe an die Software-Anbieter aufgenommen. „Inklusion in unserer gemeinsamen Arbeitswelt kann aus meiner Sicht nur gelingen, wenn insbesondere die Anforderungen an die Barrierefreiheit von Software-Anwendungen, die wir im Rahmen von Digitalisierungsvorhaben einsetzen, von Beginn an mitbetrachtet werden“, betonte Sozial- und Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer.

Hintergrund:

Die AGSV ist eine Arbeitsgemeinschaft, in der sich die Schwerbehindertenvertretungen der obersten Landesbehörden und Hauptschwerbehindertenvertretungen zusammengeschlossen haben. Sie will die Inklusion für ihre schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen in der Landesverwaltung noch weiter voranbringen.

 

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