Nach der Flutkatastrophe ist es durch das Engagement der Mobilfunkunternehmen schnell gelungen, das Mobilfunknetz wiederherzustellen. Um die schnelle Wiederherstellung des Festnetzes gewährleisten zu können, wurde die Trasse über ein Provisorium über die Ahr geführt. Mittels sogenannter Spülbohrungen werden nun Glasfaserkabel unter der Ahr verlegt, damit rund ein halbes Jahr nach der Flut die Provisorien verschwinden und durch Regelbauwerke ersetzt werden können.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen sind im Dauereinsatz, um die Infrastruktur in den Flutgebieten wieder aufzubauen. Beim Ausbau setzen wir direkt in Ahrbrück auf moderne Glasfaser“, erläutert Peter Schneider, für das Ahrtal zuständiger Projekteiter Aufbau Technische Infrastruktur der Deutschen Telekom Technik. „Wir sind regelmäßig in betroffenen Kommunen mit mobilen Service-Einheiten unterwegs um dort für alle Bürgerinnen und Bürger als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Die Ortschaften und Zeiten werden regelmäßig online aktualisiert.“
Die durch die Flut beschädigte Kupferinfrastruktur wird nahezu ausschließlich durch Glasfaser ersetzt, damit ein schneller, qualitativ hochwertiger und den neuesten Stand der Technik abbildender Wiederaufbau gewährleistet wird.
„Der Wiederaufbau ist ein Langstreckenlauf mit vielen Etappen. Die heute unter der Ahr verlegte Trasse ist für den weiteren Glasfaserausbau der Gemeinden an der Ahr ein wichtiger Schritt und ein entscheidender Beitrag für den Wiederaufbau des Ahrtals. Gleichzeitig gestaltet sich der Wiederaufbau der digitalen Infrastrukturen mit Glasfaser nachhaltig und zukunftsorientiert“, betonte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer.
Neben Ahrbrück werden auch die Gemeinden Altenahr, Antweiler, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dernau, Fuchshofen, Hönningen, Insul, Mayschoß, Rech, Schuld und Sinzig (Kernstadt) und Bad Bodendorf mit schnellen Glasfaser-Anschlüssen ausgebaut. Insgesamt handelt es sich um rund 22.000 Anschlüsse.