„Mit diesem Unterstützungsangebot haben wir für die Region und den dortigen Arbeitsmarkt ein Hilfsangebot zur Verfügung gestellt, welches auf gezielte Einzelfallhilfe gesetzt und den Menschen wieder eine Zukunftsperspektive aufgezeigt hat. Gerade die jahrelange Verbundenheit und Zugehörigkeit zu dem Traditionsunternehmen haben dazu beitragen, dass die berufliche Weiterbildung der Beschäftigten in den Hintergrund gerückt ist. Daher haben wir das zusätzliche Beratungsangebot geschaffen“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer.
Die individuelle Beratung umfasste dabei die Reflektion des bisherigen beruflichen Werdegangs und die Auseinandersetzung mit beruflichen Alternativen. Mit den „Kümmerern“ wurden die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die vorhandenen Potenziale analysiert und gemeinsam nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht. Damit wurde das von der Bundesagentur für Arbeit angebotene Beratungsangebot sinnvoll ergänzt und erweitert. Das freiwillige Angebot konnte von den ehemaligen Beschäftigten kostenlos in Anspruch genommen werden. Die Kosten hierfür wurden vom Land getragen.
Nach dem Ende des Beratungsangebotes zum 14. September 2021 konnte nun eine positive Bilanz gezogen werden. Insgesamt haben 33 ehemalige Beschäftigte der Peter Kaiser Schuhfabrik das Beratungsangebot für sich in Anspruch genommen. Mehr als die Hälfte der beratenen Personen konnte so am Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen.
„Die Unterstützung durch ‚Kümmerer‘ war wichtig, da der Arbeitsmarkt durch die Corona-Pandemie besonders zu Beginn des Beratungsangebotes noch nicht so aufnahmefähig war. Wir freuen uns über die positive Bilanz“, betonten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer.
Hintergrund:
Das 1838 gegründete Unternehmen Peter Kaiser Schuhfabrik GmbH galt nach eigenen Angaben bis zum Produktionsende am Standort Pirmasens als die älteste Damenschuhfabrik in Europa. Nach der Insolvenz Ende 2020 wurde die Produktion in Pirmasens stillgelegt und rund 160 Beschäftigte erhielten daraufhin die Kündigung.