Die Industrie 4.0-Strategie von Continental sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie digitalisierte Prozesse die gesamte Wertschöpfungskette optimieren können, so der Minister. Durch Technologie-Transfer aus dem Pkw-Bereich und Know-how habe Continental mit dem autonom fahrenden Transportfahrzeug eine weltweit innovative und wettbewerbsfähige Industrielösung entwickelt.
Innerhalb der Continental AG entwickelt und produziert Continental Teves in Rheinböllen Produkte und Systemfunktionen, die das Fundament für das automatisierte Fahren bilden. „Damit stärkt das Werk Rheinböllen ganz wesentlich die Position von Rheinland-Pfalz als Industrie- und Innovationsstandort im Bereich Automobile und Nutzfahrzeuge“, hob Schweitzer bei seinem Gespräch mit Vertretern der Werksleitung, des Betriebsrates und der Gewerkschaft IG Metall hervor.
Das Unternehmen ist ein wichtiger Arbeitgeber im Rhein-Hunsrück-Kreis. Im Mai dieses Jahres konnten sich Continental, Betriebsrat und IG Metall auf einen Zukunfts- und Sozialtarifvertrag einigen. Dadurch ist es gelungen, den Standort Rheinböllen und die Arbeitsplätze bis zum 31. Dezember 2028 zu sichern. Die Sozialpartner Continental und IG Metall haben vereinbart, dass alle getroffenen Regelungen ausschließlich für Mitglieder der IG Metall gelten. „Dieses Verhandlungsergebnis verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig eine organisierte Belegschaft und eine engagierte Gewerkschaft für eine starke Mitbestimmung und eine starke Tarifbindung sind“, betonte Schweitzer.
Im Anschluss an die Werksführung besuchte Minister Schweitzer die Delegiertenversammlung der IG Metall Bad Kreuznach. In seinem Grußwort dankte er der IG Metall für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Konzeptionierung der Transformationsagentur: „Insbesondere auch durch den konstruktiven Austausch mit der IG Metall konnten wir ein hervorragendes Konzept erarbeiten, um die Unternehmen und Beschäftigten durch die digitale Transformation zu begleiten.“
„In Zeiten der digitalen Transformation ist die Mitbestimmung und die Beteiligung der Beschäftigten keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, betonte Schweitzer.