| Strategie gegen Einsamkeit

Land fördert Teilhabe älterer und pflegebedürftiger Menschen in Frankenthal

„Einsamkeit ist eine der größten Herausforderungen für einen Sozialstaat, der soziale Härten nicht nur ausgleichen und kompensieren, sondern Menschen zu einem gelingenden Leben verhelfen möchte. Indem es älteren und pflegebedürftige Menschen Wege aus der Einsamkeit aufzeigt, setzt das Projekt der Sozialstation Frankenthal genau hier an“, erklärte Sozialminister Alexander Schweitzer bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheids des Landes über rund 96.000 Euro an die Ökumenische Sozialstation Frankenthal zur Unterstützung eines Projekts zur psychosozialen Unterstützung älterer Menschen. Die Kommunale Bürgerstiftung Frankenthal fördert das Projekt mit weiteren 25.000 Euro.

„Unser Sozialstaat bietet vielfältige Leistungsansprüche und gewährleistet die Finanzierung eines breiten Spektrums unterschiedlicher Versorgungsformen. Dennoch gibt es in manchen Lebenslagen Angebotslücken, nicht zuletzt bei drohender oder eingetretener Pflegebedürftigkeit. Das Projekt der Ökumenischen Sozialstation Frankenthal schließt einen Teil dieser offenen Flanken“, betonte Minister Schweitzer.

Mit dem Projekt der Sozialstation werden die Bedürfnisse älterer und pflegebedürftiger Menschen jenseits bereits bestehender, sozialrechtlich abgesicherter Angebote und Leistungen in den Blick genommen. Im Fokus steht dabei die psychosoziale Begleitung älterer und pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer Angehörigen in Krisen- und Konfliktsituationen. Die Mitarbeitenden begleiten Seniorinnen und Senioren im Trauerfall, suchen Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen auf, geben alltagspraktische Unterstützung während eines Krankenhausaufenthalts und vermitteln bei innerfamiliären Konflikten. Darüber hinaus sichert die Förderung das Angebot von Bewegungsgruppen, in denen geschulte Bewegungsbegleiterinnen und -begleiter dazu animieren, außer Haus und in der Gemeinschaft körperlich aktiv zu bleiben. Schließlich wird auch die Informationsarbeit rund um die Themen „Älter werden“ und „Pflegebedürftigkeit“ unterstützt.

„Wir wissen, dass Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen einsam sind und unterschiedliche soziale Bedürfnisse haben. Mit unserer ressortübergreifenden Strategie gegen Einsamkeit nehmen wir alle Ursachen und Formen von Einsamkeit in den Blick und entwickeln konkrete Maßnahmen, um Menschen zurück in die Gemeinschaft zu führen. Die psychosoziale Begleitung von älteren Menschen der Sozialstation Frankenthal ist dabei ein wichtiger Baustein, der erfolgreich an weitere Initiativen der Landesregierung zur Bekämpfung von Einsamkeit wie das Angebot Gemeindeschwesterplus anknüpft“, so Schweitzer.

Die Zuwendung des Landes wird ergänzt durch eine Förderung der Kommunalen Bürgerstiftung Frankenthal in Höhe von 25.000 Euro. „Projekte im Sozialraum und gemeinsames Handeln leben von innovativen und zukunftsgerichteten Ideen wie dem Projekt der Ökumenischen Sozialstation zur Teilhabe von älteren, kranken und pflegebedürftigen Menschen. Daher freue ich mich sehr, dass sich auch die kommunale Bürgerstiftung der Stadt Frankenthal an der Förderung des Projektes beteiligt“, erklärte Bernd Leidig, Beigeordneter der Stadt Frankenthal.

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