Er betonte: „Um die Fachkräfte von morgen zu sichern und einer Lücke an ausgebildetem Personal in diesem Bereich entgegenzuwirken, haben wir mit den Krankenhäusern im Land über den Ausbildungsstättenplan für ausreichend Azubi-Plätze gesorgt. Über diese Maßnahmen sind die Strukturen für ausreichend und gut ausgebildete Fachkräfte für die Zukunft geschaffen.“
Das neue bundesrechtlich geregelte Berufsgesetz zur Ausbildung tritt zum 1. Januar 2022 in Kraft. Das Gesetz schafft bundesweit einheitliche Regeln in der Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz und zur Operationstechnischen Assistenz, die die Länder lange gefordert hatten. Durch das Gesetz werden die angehenden Fachkräfte durch vergleichbare Ausbildungsstandards gestärkt. In der neuen, bundeseinheitlich geregelten Ausbildung erhalten die Auszubildenden grundlegende Kompetenzen für den sicheren Umgang mit Patientinnen und Patienten in einem sehr sensiblen Arbeitsumfeld. Diese verlässlichen Regelungen für die Ausbildung führen in der Folge zu mehr Patientensicherheit in den Krankenhäusern.
„Wir möchten in Rheinland-Pfalz möglichst vielen Jugendlichen eine berufliche Perspektive besonders in den Gesundheitsfachberufen bieten“, sagte Schweitzer. Die Berufsbilder der Anästhesietechnischen Assistentin und des Anästhesietechnischen Assistenten sowie der Operationstechnischen Assistentin und des Operationstechnischen Assistenten sind von hoher Bedeutung für die medizinische Versorgung. Die steigenden Ausbildungszahlen zeigen den bestehenden und weiter steigenden Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Berufe in den Krankenhäusern.
Der demografische Wandel, moderne operative Möglichkeiten und anästhesiologische Verfahren führen zu einer steigenden Zahl von Krankenhausaufenthalten und der Zunahme jährlicher Operationszahlen. Hinzu verlangen die fortschreitende Technisierung der Medizin und die Entwicklung neuer, komplexer Operationsmethoden hoch qualifizierte und spezialisierte Fachkräfte. Es sei daher erforderlich, die existierenden Berufsbilder der Anästhesietechnischen und der Operationstechnischen Assistenz nachhaltig zu etablieren und ihre Stellung innerhalb der Gruppe der Gesundheitsberufe zu stärken, betonte Schweitzer.