Damit reagiert die rheinland-pfälzische Ausländerbeauftragte, Maria Weber, auf die öffentlich ausgetragene Auseinandersetzung über das rheinland-pfälzische Regierungsprogramm „Landesinitiative Rückkehr 2005“. „Natürlich ist es falsch“, so Weber, „wenn Migration und Integration, zwei wichtige Herausforderungen unsere Zeit, tabuisiert werden. Schädlich ist es aber, wenn diese Themen gezielt in der Wahlkampfzeit und zu Wahlkampfzwecken verwendet werden. Verbale Kraftakte werden die Lösung der Integrationsfrage keinesfalls herbeiführen. Im Gegenteil: Sie zerstören den in vielen Bereichen der Migrations- und Integrationspolitik mühsam erreichten Konsens, lösen Verunsicherung, Sorgen und Ängste bei den Zugewanderten aus und verschärfen die nach wie vor vorhandenen Vorurteile bei der einheimischen Mehrheit. In der Verantwortung von Politik und Parteien liegt nicht nur die inhaltliche Formulierung ihrer Ziele, sie tragen ebenso Verantwortung für deren Darstellung in der Öffentlichkeit.“
Das von der Landesregierung aufgelegte Programm zur freiwilligen Rückkehr ausreisepflichtiger Menschen sieht die Ausländerbeauftragte als einen „durchaus vernünftigen Schritt“ an. Weber: „Wir dürfen nicht vergessen, dass Abschiebehaft stets Spuren hinterlässt und das Leben negativ beeinflussen kann. Wir sollten daher alle vernünftigen Maßnahmen unterstützen, die zu einer freiwilligen Rückkehr der Ausreisepflichtigen beitragen und ihnen eine weitere Perspektive in ihrem Heimatland eröffnen.“