Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

Menschen pflegen

Nr. 226-4/04

Land, Pflegekassen und die Kommunen in Rheinland-Pfalz fördert derzeit erstmals 31 niedrigschwellige Angebote im Land mit einer Gesamtsumme in Höhe von rund 158.000 Euro, wie Sozialministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Ziel sei es, pflegende Angehörige insbesondere von demenzkranken Menschen zu entlasten. Niedrigschwellige Betreuungsangebote sind nach Angaben der Ministerin Angebote, in denen entsprechend qualifizierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen und pflegende Angehörige entlasten und beratend unterstützen.

Gesetzliche Grundlage ist das Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz auf Bundesebene, das demenzkranken pflegebedürftigen Menschen sowie Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischen Erkrankungen eine zusätzliche qualitätsgesicherte Betreuungsleistung ermöglicht. Dazu gehören Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege, Anleitung von pflegenden Angehörigen durch zugelassene Pflegedienste oder ein niedrigschwelliges Angebot. Dies können beispielsweise Betreuungsgruppen für demenzkranke Menschen, Helfer- und Helferinnenkreise zur stundenweise Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich oder Tagesbetreuung in Kleingruppen oder Einzelbetreuung durch Helferinnen und Helfer sein. Damit werde die Versorgung pflegebedürftiger Menschen im häuslichen Bereich gestärkt, so die Ministerin. Die Pflegekassen wie auch die Beratungs- und Koordinierungsstellen informieren pflegebedürftige Angehörigen über niedrigschwellige Betreuungsangebote und besondere Angebote der Pflegedienste vor Ort.

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