Maria Weber: Erfolgreiche Integration kein Zufall

Tag der Integration

Nr. 141-1/06

Anlässlich des bundesweiten Tages der Integration am Sonntag, dem 24. September 2006, betonte die Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber, dass die Integration von Migrantinnen und Migranten nur dann erfolgreich sein könne, wenn eine gleichberechtigte Teilhabe an allen Ressourcen unserer Gesellschaft durch rechtliche, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen ermöglicht würde. „Erfolgreiche Integration ist kein Zufall, keine Glücksache und auch nicht das Ergebnis von Multikulti-Träumereien“, sagte die Beauftragte.

In Rheinland-Pfalz, so Weber, seien diese Rahmenbedingungen frühzeitig geschaffen und in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt worden. Sichtbar werde dies in einer Vielzahl von integrationspolitischen Entscheidungen, zu denen beispielsweise neben den Sprachförderangeboten für Kinder und Erwachsene auch die arbeitsmarktpolitischen Programme und Maßnahmen zur beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten zählten.

Nach Auffassung von Weber habe auch die vierjährige Arbeit der „Rheinland-Pfälzischen Initiative für Integration“ vieles angestoßen. Gerade die kontinuierliche und effiziente Arbeit dieses Gremiums, dem Vertreterinnen und Vertreter aus Landespolitik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kirchen, Kommunalpolitik sowie aus der Integrationspraxis angehörten, mache deutlich, wie aus - oft auch kontrovers - geführten Diskussionen konkrete Handlungsansätze und Empfehlungen für eine erfolgreiche Integrationspolitik herausgearbeitet werden könnten.

Dass die Landesregierung entschlossen sei, der Integrationspolitik neue Impulse zu verleihen, beweise nach Meinung von Weber auch ihre jüngste Entscheidung, alle Themen rund um die Migrations- und Integrationspolitik im Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit zu bündeln. Die Anstrengungen in diesem Politikbereich würden nochmals verstärkt, zum Beispiel hinsichtlich einer Reform der Ausländerbeiräte, einer Verbesserung der sprachlichen Integration oder der gezielten Förderung jugendlicher und weiblicher Migrantinnen und Migranten. Ein wichtiger Schwerpunkt sei die Verbesserung der Position ausländischer Jugendlicher auf dem Arbeitsmarkt.

„Integration ist“, so die Beauftragte abschließend, „ein langwieriger, vielschichtiger und mühevoller Prozess, zu dem beide Seiten - die aufnehmende Gesellschaft ebenso wie die Zugewanderten - ihren Beitrag leisten müssen." Zugleich aber sei Integration auch ein spannender, offener und dynamischer Prozess, an dem zu arbeiten es sich lohne. "Ich bin überzeugt, dass wir in Rheinland-Pfalz bei der Gestaltung dieses Prozesses auf dem richtigen Weg sind“, so Weber.

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