Malu Dreyer zieht überaus positive Bilanz der Arbeitsmarktinitiative

Neue Chancen: 6.000 plus für Jung und Alt

Nr. 110-2/06

Eine überaus positive Bilanz der Arbeitsmarktinitiative „Neue Chancen: 6.000 plus für Jung und Alt“ hat Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz gezogen. „Mit der im Herbst vergangenen Jahres gestarteten Initiative ist es gelungen, die beruflichen Perspektiven von 6.100 Menschen zu verbessern. Damit haben wir das Ziel, das wir uns selbst gesetzt haben, sogar übertroffen“, sagte die Ministerin. Derzeit werde daran gearbeitet, die Initiative fortzusetzen, um weiteren Menschen mit besonderen Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt Chancen zu eröffnen.

Im Mittelpunkt der Initiative standen Fördermöglichkeiten für junge und ältere Menschen. Junge Menschen, vor allem diejenigen aus schwierigen Familienverhältnissen, mit Sprachproblemen, Lernschwierigkeiten oder ohne Schulabschluss, hätten Schwierigkeiten, einen Einstieg in das Berufsleben zu finden. Ältere Arbeitslose wiederum hätten mit Vorurteilen gegenüber einer vermeintlich geringeren Leistungsfähigkeit oder Belastbarkeit zu kämpfen und würden daher von Betrieben häufig nicht mehr eingestellt. „Abgesehen von den menschlichen Problemen, die Arbeitslosigkeit meist mit sich bringt, können wir es uns ganz einfach nicht leisten, dieses Fachkräftepotential brach liegen zu lassen“, so die Ministerin.

Im Rahmen der Arbeitsmarktinitiative konnten für fast 1.800 langzeitarbeitslose Jugendliche so genannte Zusatzjobs angeboten werden, die das Ziel haben, die jungen Menschen an Arbeit heranzuführen und für eine Ausbildung zu qualifizieren. Qualifizierung sei auch wesentliches Element der anderen Förderansätze für Jugendliche, durch die rund 2.500 Jugendliche erreicht werden konnten, so die Ministerin. Die Jugendlichen bekamen beispielsweise die Möglichkeit, ihren Hauptschulabschluss nachzuholen oder in berufshinführenden Kursen Berufsbilder praxisnah kennen zu lernen. Für einige Jugendliche konnten zusätzliche Ausbildungsplätze akquiriert werden. „Dies hat mit dazu beigetragen, dass im Rahmen der Nachvermittlungsaktion im letzten Jahr die Zahl der nicht vermittelten Bewerberinnen und Bewerber von 3.600 Ende September auf 1.600 am Jahresende gesunken ist“, sagte Malu Dreyer.

Neben den Jugendlichen hatte die Arbeitsmarktinitiative ältere Arbeitslose im Blick. Dabei war es insbesondere ein Anliegen, den Vorurteilen von Betrieben gegenüber älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit entgegenzutreten. Dazu wurde ein Informationsflyer für Betriebe aufgelegt. Außerdem gehe das Land hier mit gutem Beispiel voran und fordere in seinen Stellenausschreibungen ältere Arbeitslose explizit auf, sich zu bewerben. Auch Zusatzjobs für ältere Langzeitarbeitslose waren Bestandteil der Initiative. Diese waren, im Gegensatz zu den Zusatzjobs für Jugendliche, jedoch auf drei Jahre ausgelegt, um den älteren Arbeitslosen längerfristig die Möglichkeit zur Beschäftigung zu geben. Bislang nahmen bereits fast 1.800 ältere Arbeitslose diese Möglichkeit wahr.

„Diese guten Ergebnisse bestätigen, dass die Arbeitsmarktinitiative an den richtigen Stellen ansetzt und zahlreichen Menschen in Rheinland-Pfalz eine Perspektive bieten konnte. Ich bin überzeugt, dass wir mit der Fortführung der Initiative einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung der Situation arbeitsloser Menschen leisten und wirksam der Arbeitslosigkeit vorbeugen können,“ so die Ministerin.

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