Malu Dreyer warnt vor Sorglosigkeit im Umgang mit AIDS

Welt-AIDS-Tag 2005

Nr. 173-3/05

Vor einer allzu großen Sorglosigkeit im Umgang mit der Immunschwächekrankheit AIDS hat Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz im Vorfeld des diesjährigen Welt-AIDS-Tages gewarnt. "Der deutliche Anstieg der Zahl der Neuerkrankungen in diesem Jahr muss uns allen die Gefahr bewusst machen, die nach wie vor von dieser Krankheit ausgeht“, sagte die Ministerin. Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember bleibe daher ein wichtiges Datum, um das Bewusstsein der Menschen für diese Gefahr wieder zu wecken oder wach zu halten.

Der Welt-AIDS-Tag steht nach Angaben der Ministerin in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam gegen AIDS. Wir übernehmen Verantwortung - für uns selbst und andere“. Wie wichtig es sei, an die Verantwortung jedes Einzelnen zu erinnern, verdeutlichten die aktuellen Zahlen der Neuinfektionen, die wie in ganz Deutschland auch in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr angestiegen seien. Gefahr durch das HIV-Virus werde von der Bevölkerung im Vergleich zu zurückliegenden Jahren heute als weniger bedrohlich eingeschätzt. Dies habe zur Folge, dass Menschen nachlässiger in ihrem Schutzverhalten würden. Mangelndes Problembewusstsein ist nach Auffassung der Ministerin eines der größten Hindernisse im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS. Trotz der verbesserten Therapiemöglichkeiten sei die Erkrankung nach wie vor nicht heilbar und mit großem Leid für die Betroffenen verbunden.

Das Land Rheinland-Pfalz werde seine Präventionsbemühungen daher konsequent fortsetzen, so die Ministerin. Insbesondere jungen Menschen müsse immer wieder vor Augen geführt werden, wie wichtig das eigene Schutzverhalten sei. Die Aufklärung über die Übertragungswege bleibe trotz des mittlerweile gut vorhandenen Wissens in der Bevölkerung eine zentrale Maßnahme. Hier arbeiteten Land, AIDS-Hilfen, Gesundheitsämter und Landeszentrale für Gesundheitsförderung eng zusammen. Die Landesregierung habe außerdem in den vergangenen Jahren das Beratungs- und Hilfeangebot für an AIDS-Erkrankte und HIV-Infizierte stetig ausgebaut. Für die AIDS-Hilfen im Land konnten auch in diesem Jahr trotz angespannter Haushaltslage Mittel in unverändertem Umfang bereitgestellt werden. Diese Fördermittel würden vor allem zur Unterstützung zahlreicher Projekte zur Verbesserung der Prävention von HIV und AIDS eingesetzt. Das Land verfüge über ein gut funktionierendes Netz von Angeboten der Beratungsstellen, Gesundheitsämter, Schwerpunktambulanzen und Kliniken zur Betreuung und Versorgung der betroffenen Menschen.

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