Malu Dreyer: Unterstützung am Übergang zwischen Schule und Beruf

Arbeitsmarktzahlen

Nr. 126-2/04

Wie Ministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte, stieg saisonbedingt die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz im Juli an. Die aktuelle Zahl lag mit insgesamt 154.900 gemeldeten Arbeitslosen um 6.800 Personen höher als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,3 Prozent im Juni auf 7,7 Prozent im Juli 2004 an. Diese Entwicklung beruhe, so die Ministerin, auch auf der großen Anzahl junger Menschen, die sich wie in jedem Sommer nach beendeter schulischer oder beruflicher Ausbildung arbeitslos melden. Dennoch stelle die hohe Zahl arbeitsloser junger Menschen in Rheinland-Pfalz eine wichtige Größenordnung dar, die nicht einfach hingenommen werden könne.

In diesem Bereich müsse, so die Ministerin, die Arbeitsmarktpolitik des Landes auf eine Verbesserung der Situation hinarbeiten. Insbesondere Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen hätten es aufgrund der aktuellen Arbeits- und Ausbildungsmarktsituation immer schwerer, reibungslos den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu schaffen. Den steigenden Schulabgangszahlen stehe immer noch ein rückläufiges Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen gegenüber. Der Ausbildungspakt der Wirtschaft müsse noch stärker greifen, die Wirtschaft sei jetzt gefordert, die notwendigen Ausbildungsplätze für die Jugendlichen bereitzustellen.

Vor diesem Hintergrund habe der Ovale Tisch des Ministerpräsidenten, der auf Landesebene die Aktivitäten zur Verbesserung der Ausbildungsplatzsituation in Rheinland-Pfalz entwickele und koordiniere, im Juli beschlossen, zusätzliche Aktivitäten zur Verbesserung der Situation zu ergreifen.

Eine dieser zusätzlichen Aktivitäten stelle das neue Landessonderprogramm „Förderung von Job-Füxen zur sozialen und beruflichen Integration von Schülerinnen und Schülern im Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf“ dar. Die Job-Füxe sollten mit präventiven arbeitsweltorientierten Angeboten helfen, die Übergänge zwischen Schulsystem und Berufssystem zu erleichtern. Sie seien insbesondere in den Abgangsklassen der Hauptschulen direkte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, die Schule sowie für Ausbildungsbetriebe. Sie stellten dabei umfangreiche Unterstützungsbausteine zur Verfügung. Dieser Ansatz ergänze die bisherigen Aktivitäten des Arbeitsministeriums, die seit 1998 in der Kampagne „Jugend in Arbeit“ gebündelt würden.

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Chancen von jungen Menschen am Arbeitsmarkt, betonte Ministerin Dreyer, seien die neuen Ausbildungsverordnungen für rund 30 Ausbildungsberufe, die am 1. August in Kraft getreten sind. Darunter seien auch drei neue Berufe mit einer zweijährigen Ausbildungszeit - Maschinen- und Anlagenführer, Fahrradmonteur sowie Kraftfahrzeugservicemechaniker. „Mit diesen neuen Berufen,“ so die Ministerin, „soll auch leistungsschwächeren Jugendlichen eine Chance auf berufliche Integration gegeben werden.“ Bei guten Leistungen könne anschließend auch noch der anspruchsvollere dreijährige Berufsabschluss erworben werden.

Mit all diesen Aktivitäten würden wichtige Impulse für die persönliche und berufliche Entwicklung von jungen Menschen am Übergang zwischen Schule und Beruf geschaffen, erklärte Malu Dreyer.

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