Malu Dreyer: Runder Tisch in Kaiserslautern hat gute Arbeit geleistet

Konversion

Nr. 188-2/04

Mehr als der Hälfte der 271 von Kündigung bedrohten Zivilbeschäftigten zweier Einheiten der US-Army am Standort Kaiserslautern konnte eine neue berufliche Perspektive eröffnet werden. Mit dieser sehr positiven Bilanz beende der von ihr im Sommer vergangenen Jahres eingesetzte Runde Tisch nun seine Arbeit, wie Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz erklärte. In diesem Gremium erarbeiteten neben dem Arbeitsministerium Vertreterinnen und Vertreter von Bundes- und Landespolitik, Kreis und Stadt Kaiserslautern, der US-Army, der Betriebsvertretungen, der Gewerkschaft verdi, der Agentur für Arbeit, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und der Beratungsfirma pebb Lösungen, um die Auswirkungen des Stellenabbaus der US-Streitkräfte in Kaiserslautern abzumildern. „Der Runde Tisch in Kaiserslautern hat gute Arbeit geleistet“, wie die Ministerin unterstrich. Damit habe sich dieses Instrument, das bereits an anderen Konversionsstandorten eingesetzt wurde, einmal mehr bewährt.

Die US-Army hatte im Jahr 2003 entschieden, die Defense Finance Accounting Service (DFAS) in Kaiserslautern, eine Buchhaltungsabteilung mit insgesamt über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 233 deutsche Zivilbeschäftigte, in die Vereinigten Staaten zu verlegen. Das 43. Signal Batallion mit insgesamt 38 Zivilbeschäftigten wurde von Kaiserslautern nach Stuttgart verlegt. Die Kündigungen wurden zum 1. April beziehungsweise 1. Oktober 2004 wirksam. Um die negativen Folgen dieser Personalmaßnahmen für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten, habe sie einen Runden Tisch ins Leben gerufen, so die Ministerin. Dieses sehr bewährte Begleitgremium wurde bereits in der Vergangenheit bei ähnlichen Maßnahmen beispielsweise in Bad Kreuznach installiert.

In enger Zusammenarbeit dieses Gremiums mit dem „RIF-Team“, einer Dienststelle der Personaldirektion von USAREUR, und der Beratungsfirma pebb sei für die meisten Zivilbeschäftigten der Weg in die Arbeitslosigkeit vermieden worden, so die Ministerin. So konnten von den insgesamt 271 Betroffenen 37 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in sogenannten Satellitenbüros dieser Einheiten verbleiben. 110 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fanden in anderen Einheiten beziehungsweise an anderen Standorten der US-Army und der US-Air Force eine neue Beschäftigung. 80 Zivilbeschäftigte haben einen Auflösungsvertrag unterzeichnet. Ein Großteil dieser Beschäftigten hat sich selbst um eine Anschlusstätigkeit gekümmert oder konnte mit Unterstützung der pebb gmbh am regionalen Arbeitsmarkt eine Stelle finden. Für sieben Beschäftigte muss der Ausgang der Kündigungsschutzklage noch abgewartet werden. Für die restlichen knapp 40 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich zur Zeit in der Nachbetreuungsphase bei der pebb gmbh befinden, konnte der Weg in die Arbeitslosigkeit nicht vermieden werden.

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