Malu Dreyer: Prävention ist wirksamster Schutz vor AIDS

Welt-AIDS-Tag 2004

Nr. 217-3/04

„Trotz vielversprechender Ansätze und Erfolge in der Diagnostik und Therapie von AIDS ist die Prävention noch immer die beste und wirksamste Methode zur Bekämpfung dieser Krankheit“, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Ingelheim anlässlich eines Benefizkonzertes zugunsten des rheinland-pfälzischen Ruanda-AIDS-Projektes unterstrich. Die Ministerin begrüßte es, dass der diesjährige Welt-AIDS-Tag den betroffenen Frauen und Mädchen gewidmet ist. Ein wichtiges Element der weltweiten Bemühungen im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit sei es, Frauen und Männer für das Risiko ungeschützten Geschlechtsverkehrs zu sensibilsieren.

Mit Sorge sei festzustellen, dass die Bedrohung durch AIDS und die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen vor einer HIV-Infektion auch in den Industrienationen zunehmend in Vergessenheit gerieten, so die Ministerin. Das Land Rheinland-Pfalz habe in den vergangenen Jahren das Beratungs- und Hilfeangebot für an AIDS Erkrankte und HIV-Infizierte stetig ausgebaut. Die AIDS-Hilfen im Land haben auch in diesem Jahr trotz angespannter Haushaltslage eine finanzielle Förderung auf hohem Niveau erhalten. Die Fördermittel würden vor allem zur Unterstützung zahlreicher Projekte zur Verbesserung der Prävention eingesetzt. Das Land verfüge inzwischen über ein gut ausgebautes Netz von Angeboten der Beratungsstellen, Gesundheitsämter, Schwerpunktambulanzen und Kliniken.

Auch in der Partnerschaft mit Ruanda spiele das Thema AIDS eine große Rolle, wie die Ministerin weiter unterstrich. In Ruanda leben nach ihren Angaben etwa eine Million Menschen mit einer HIV-Infektion. In der Hauptstadt Kigali sei fast jede schwangere Frau HIV-positiv. Durch das Ruanda-AIDS-Projekt der Mainzer AIDS-Hilfe, des Landes Rheinland-Pfalz, der Republik Ruanda und der Firma Boehringer Ingelheim werde das Therapieprogramm zur Vorbeugung der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind entscheidend unterstützt. Damit könne die hohe Infektionsrate der Kinder HIV-infizierter Mütter bei der Geburt drastisch reduziert werden. Nach ersten Ergebnissen würden bereits 50 Prozent weniger Kinder mit HIV geboren.

In diesem Jahr hat die Ministerin gemeinsam mit Frauenministerin Doris Ahnen die Schirmherrschaft über die Veranstaltungen zum Welt-AIDS-Tag in Mainz übernommen.

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