Nr. 067-3/04
In der Region Emmelshausen wird der Apotheken-Notdienst besser geregelt, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Hans-Josef Bracht und Peter Enders mitteilte. Die neuen Regelungen im Rahmen eines Modellprojektes der Landesapothekerkammer zur Erprobung neuer Formen des Bereitschaftsdienstes von Apotheken im nördlichen Rheinland-Pfalz werde von der Bevölkerung im Raum Emmelshausen als Verschlechterung empfunden. Die Landesapothekerkammer werde die Notdienstbereitschaft in dieser Region daher wieder ändern, so die Ministerin.
Es sei Aufgabe der Landesapothekerkammer, den Apotheken-Notdienst im Land zu organisieren, wie die Ministerin erläuterte. Die Notdienstregelung müsse zum einen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, aber auch die damit verbundenen Belastungen für die Apothekerinnen und Apotheker angemessen berücksichtigen. Mit einem Modellversuch, wie er ähnlich auch in Nordrhein-Westfalen und Hessen durchgeführt worden sei beziehungsweise durchgeführt werde, sollten die bestehenden Regelungen weiter verbessert werden. Ziel seien eine schnelle und sichere Patientenversorgung im Notfall sowie ein bedarfsorientierter und gerechter Bereitschaftsdienst der jeweiligen Apotheken. Dazu sei in ländlichen Regionen der bestehende Notdienstwechsel aufgebrochen und durch ein großes, flächendeckendes System ersetzt worden. Die Notdienstpläne in den Regionen Westerwald, Koblenz, Mosel, Hunsrück und Mittelrhein seien so miteinander vernetzt worden, dass die beteiligten Apotheken alle 13 Tage zur Dienstbereitschaft herangezogen würden.
Bisher habe es mit dieser Neuregelung keine Versorgungslücken gegeben; jeder Notfall sei versorgt worden, so die Ministerin. Allerdings habe sich gezeigt, dass es einige wenige Regionen - wie den Raum Emmelshausen - gebe, in denen die Neustrukturierung zu Folgeproblemen geführt habe. Die Landesapothekerkammer werde den Besonderheiten der Region daher Rechnung tragen und die Frequenz der Notdienstbereitschaft der Apotheken wieder erhöhen, so dass künftig an acht von dreizehn Tagen eine Apotheke in Emmelshausen dienstbereit sei. An den übrigen Tagen werde die Bevölkerung von Emmelshausen durch die Apotheken in Kastellaun und St. Goar versorgt.