Malu Dreyer: Neues Entgeltsystem zeigt erste positive Effekte

Herbsttagung der Krankenhausdirektoren

Nr. 166-3/04

Nach Ansicht von Gesundheitsministerin Malu Dreyer zeichnen sich bei der Einführung des neuen Entgeltsystems in den Krankenhäusern erste positive Effekte ab. Von den damit verbundenen Steigerungen der Qualität profitierten vor allem Patientinnen und Patienten, wie die Ministerin heute bei der Herbsttagung des Landesverbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands in Bad Neuenahr-Ahrweiler unterstrich. Die Umstellung sei für die Krankenhäuser weder organisatorisch noch finanziell leicht zu bewerkstelligen. Umso mehr freue sie sich, dass nahezu alle Krankenhäuser sehr engagiert an die Einführung des neuen Systems herangingen, so die Ministerin.

Als sehr positiv bewertet sie es, dass verbunden mit der Einführung des neuen Entgeltsystems Maßnahmen zur Optimierung der betriebsinternen Abläufe in den Krankenhäusern in Gang gesetzt worden seien und die Kooperationen zwischen Krankenhäusern in einer Region zunähmen. So sei vor wenigen Tagen im Krankenhaus in Birkenfeld das Modellprojekt ?Elektronische Patientenakte? gestartet worden, das zu einer verbesserten Ablauforganisation im Krankenhaus führen werde. Nach zwei Jahren solle das Projekt wissenschaftlich ausgewertet und in seinen Ergebnissen für andere Krankenhäuser nutzbar gemacht werden, so die Ministerin.

Der Weg in das neue Abrechnungssystem sei für alle Beteiligten ein Lernprozess, der die Bereitschaft zur konstruktiven Mitwirkung erfordere. Die Politik habe im Laufe dieses Prozesses auf Hinweise der beteiligten Partner reagiert und beispielsweise in einem Änderungsgesetz eine Reihe von Verbesserungen vorgesehen. So werde beispielsweise die Übergangsphase zum neuen System verlängert. Das Land Rheinland-Pfalz trete in diesem Zusammenhang für eine Verlängerung um zwei Jahre ein. Die Ministerin ist sicher, dass das Engagement der Krankenhäuser bei der Einführung des neuen Entgeltsystem sich auszahle. So sei der Fallpauschalenkatalog für das kommende Jahr dank der Datenlieferungen der Krankenhäuser und der guten Datenaufarbeitung durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (INEK) deutlich verbessert worden. Dennoch bleibe noch viel zu tun, beispielsweise bei der Abbildung spezieller Leistungen wie der Stroke-Unit-Behandlung und der konservativen Wirbelsäulen-Therapie. Ihr Ministerium arbeite hier gemeinsam mit den Krankenhäusern und den Fachgesellschaften an tragbaren Lösungen, so Malu Dreyer.

Teilen

Zurück