Malu Dreyer: Möglichst viele junge Menschen in Ausbildung bringen

Arbeitsmarktzahlen

Nr. 101-2/05

Als vorwiegend jahreszeitlich bedingt wertet Arbeitsministerin Malu Dreyer den leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Juli. Rund 175.000 Menschen seien arbeitslos
gemeldet; dies seien rund 2.200 mehr als im Vormonat Juni. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,7 Prozent. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit falle im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich niedriger aus, so sei von Juni auf Juli 2004 eine Steigerung von rund 6.800 arbeitslosen Menschen zu verzeichnen gewesen, so die Ministerin.

Die leichte Zunahme im Vergleich zum Vormonat ist wie in jedem Jahr für die Sommermonate nicht unüblich. So melden sich in diesem Zeitraum viele junge Menschen nach der Schule oder dem Abschluss ihrer Ausbildung arbeitslos, daher ist in dieser Zeit auch ein signifikanter Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zu verzeichnen. Im Monat Juli waren nach Angaben der Ministerin insgesamt etwa 27.500 junge Menschen arbeitslos gemeldet, 3.300 mehr als im Vormonat. Es müssten nun - insbesondere von den Betrieben - alle Anstrengungen unternommen werden, um möglichst viele junge Menschen in Ausbildung zu bringen, so Malu Dreyer. Die Landesregierung selbst gehe mit gutem Beispiel voran und steigere in diesem Jahr die Zahl der Ausbildungsstellen in ihrem Bereich wie im vergangenen Jahr um weitere 10 Prozent. Auch mit ihrer aktuellen Arbeitsmarktinitiative „Neue Chancen: 6.000 plus für Jung und Alt“ trage die Landesregierung dazu bei, junge und vor allem schwervermittelbare Menschen in Beschäftigung zu bringen.

Trotz der jüngsten positiven Entwicklung des ifo-Index werde das Land in seinen Anstrengungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit und hier insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit nicht nachlassen. Wesentliche Elemente der Arbeitsmarktinitiative seien darauf ausgerichtet, den am Anfang ihres Erwerbslebens stehenden jungen Menschen eine Brücke zum Arbeitsmarkt zu schlagen. Mit der Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzuholen, berufliche Qualifizierungen zu erwerben sowie der Eröffnung von Beschäftigungsmöglichkeiten über Zusatzjobs solle der Einstieg in Ausbildung und Arbeit für Jugendliche eröffnet werden.

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