Nr. 014-4/05
Die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz leistet unverzichtbare Arbeit in der Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen, wie Sozialministerin Malu Dreyer heute in Mainz anlässlich des zehnjährigen Bestehens der LAG unterstrich. Die Hospizbewegung trage entscheidend dazu bei, dass das Sterben aus der Tabuzone herausgeführt werde. Die LAG Hospiz und ihre vorwiegend ehrenamtliche Arbeit ermögliche es Menschen, zu Hause zu sterben und Abschied von Angehörigen und Freunden zu nehmen. Die Förderung der ambulanten Hospizarbeit sei daher ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Zum Zeichen dieser Unterstützung überreichte die Ministerin einen Bewilligungsbescheid über 100.000 Euro für die ehrenamtliche Hospizarbeit.
Malu Dreyer würdigte in diesem Zusammenhang insbesondere das Wirken des LAG-Vorsitzenden Martin Weber, der die Landesarbeitsgemeinschaft von den Anfängen bis heute aufgebaut und begleitet hat. Die Landesarbeitsgemeinschaft habe gemeinsam mit den Kirchen und den Krankenkassen wesentlich dazu beigetragen, dass in Rheinland-Pfalz ein gut ausgebautes Netzwerk an ambulanten und stationären Hilfen zur Verfügung stehe. Dabei seien die 35 ambulanten Hospizdienste im Land das Rückgrat der Hospizarbeit. Sie seien so aufgebaut, dass die ehrenamtlichen Kräfte von mindestens einer ausgebildeten Hospizfachkraft hauptamtlich begleitet würden. Ergänzt werde dieses Angebot durch vier stationäre Hospize sowie sieben Palliativstationen an rheinland-pfälzischen Krankenhäusern. Zehn weitere Palliativstationen befänden sich in der Planung, so die Ministerin. Ziel der rheinland-pfälzischen Landespolitik sei es jedoch, der ambulanten Hospizarbeit Vorrang vor dem stationären Hospiz zu geben.
„Mir ist wichtig, dass die Politik der Unterstützung der Sterbebegleitung durch ehrenamtliche Hospizarbeit und eine gute palliativ-medizinische Versorgung in Rheinland-Pfalz weiter fortgesetzt wird“, so die Ministerin. Immer mehr Menschen wünschten sich ein „humanes Sterben“ abseits der hochtechnisierten Apparatemedizin. Damit Menschen dort sterben könnten, wo sie gelebt hätten, benötigten sie selbst und ihre Angehörigen Unterstützung und Betreuung. Die Landesregierung fördere das ehrenamtliche bürgerschaftliche Engagement in der Hospizarbeit nach Kräften.