Malu Dreyer: Land lagert Grippemedikamente für den Fall einer Pandemie ein

Pandemievorsorge

Nr. 083-3/05

Das Land Rheinland-Pfalz lagert antivirale Grippemedikamente für den Fall einer Grippe-Pandemie ein, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Das Kabinett hat eine entsprechende Vorlage des Gesundheitsministeriums gebilligt. Für die Beschaffung der Arzneimittel stellt das Land 5,3 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Bund laufen nach Angaben der Ministerin derzeit Verhandlungen über die Erstattung der Mehrwertsteuer. Mit dem Geld können 500.000 Therapieeinheiten gekauft werden.

„Es handelt sich um eine reine Vorsorgemaßnahme“, wie die Ministerin betonte. Expertinnen und Experten seien sich einig, dass die Wahrscheinlichkeit einer Grippe-Pandemie, bei der sich ein neuartiges Virus weltweit rasant verbreiten könnte, für die nächsten Jahre sehr hoch sei. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe habe daher einen Pandemie-Plan ausgearbeitet und dabei unter anderem die Einlagerung antiviraler Medikamente empfohlen. Ein wirksamer Impfstoff kann erst produziert werden, wenn das Virus aufgetreten ist; dies kann drei bis sechs Monate in Anspruch nehmen. Antivirale Arzneimittel können vor allem in der Zeit, bis ein geeigneter Pandemieimpfstoff zur Verfügung steht, zur Prävention und Heilung eingesetzt werden. Die bevorratete Menge soll im Pandemie-Fall in erster Linie für Einsatzkräfte im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und im Gesundheitswesen und für Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko, wie beispielsweise Kinder und alte Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen zur Verfügung stehen.

Teilen

Zurück