Malu Dreyer: Land arbeitet konsequent an einer Verbesserung der Versorgung

Gesundheit/Diabetes

Nr. 222-3/03

Für die Landesregierung hat die verbesserte Versorgung von Menschen mit Diabetes einen hohen gesundheitspolitischen Stellenwert, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November unterstrich. Die Früherkennung von Diabetes mellitus und die Verbesserung von Schulung und medizinischer Versorgung von Diabetikerinnen und Diabetikern seien daher ein ausdrücklich formuliertes Gesundheitsziel der Landesregierung. Auf Beschluss des Landtags habe das Ministerium im Jahre 1999 einen Diabetesbeirat berufen, der die Landesregierung bei der Erarbeitung und Durchführung notwendiger Maßnahmen zur Verbesserung der Diabetikerversorgung in Rheinland-Pfalz unterstütze.

Nach Angaben der Ministerin sind schätzungsweise mehr als 200.000 Menschen im Land an Diabetes erkrankt, daneben gebe es noch eine hohe Dunkelziffer. Kaum eine andere Krankheit lasse sich durch Früherkennung und rechtzeitige Maßnahmen in ihrem Verlauf so entscheidend beeinflussen wie der Diabetes mellitus; dadurch könnten nicht nur die individuelle Lebensqualität der an Diabetes erkrankten Patientinnen und Patientinnen gesteigert, sondern auch Ausgaben im Gesundheitswesen eingespart werden.

In Zusammenarbeit mit dem Landesdiabetesbeirat setze die Landesregierung daher auf konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung. Mit Unterstützung des Beirats sei in Rheinland-Pfalz ein Fort- und Weiterbildungskurs zur Diabetesberaterin modellhaft eingerichtet worden, der mit einer staatlichen Anerkennung abschließe. Der Beirat habe ferner Kriterien für die Qualitätsanforderungen im Krankenhaus erarbeitet, die im neuen Landeskrankenhausplan der Ausweisung von diabetologischen Schwerpunkten zu Grunde gelegt werden. Zur Vermeidung von noch immer zu häufigen Fußamputationen ist die Einführung entsprechender Dokumentationsbögen in den Fachabteilungen der Krankenhäuser vorgesehen. Auch habe der Beirat die Einführung der DMP-Verträge kritisch und konstruktiv begleitet.

Die Einführung von Disease-Management-Programmen (DMP) sei ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus, so die Ministerin. In Rheinland-Pfalz seien Verträge zwischen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen beziehungsweise einzelnen Ärzten erarbeitet worden, die dem Bundesversicherungsamt zur Genehmigung vorliegen. Ziel dieser Programme sei es, auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse Behandlungsleitlinien in die ärztliche Praxis zu transportieren, um damit flächendeckend eine gute Behandlungsqualität zugunsten chronisch kranker Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.

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