Nr. 013-1/07
Sozialministerin Malu Dreyer hat einen Landesbeirat für Migration und Integration ins Leben gerufen, der die Aufgabe hat, die Landesregierung in allen Fragen der Migration und Integration zu beraten. Der Beirat, dem beispielsweise Vertreterinnen und Vertreter von Migranten- und Nichtregierungsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Wissenschaft, Wirtschaft, Kirchen, Kommunalpolitik und Sozialpartnern angehören, konstituierte sich heute in Mainz. „Mit der Mitarbeit in diesem Gremium unterstreichen Sie die Bedeutung des Themas Migration und Integration und zeigen ihre Bereitschaft, aktiv an dieser sehr komplexen Aufgabe mitzuwirken“, sagte die Ministerin. Das Gremium soll die Landesregierung beraten und bei konkreten Vorhaben angehört werden. Darüber hinaus hat der Landesbeirat aber auch die Möglichkeit, auf eigene Initiative Anregungen, Vorschläge und Empfehlungen zu unterbreiten. Die Geschäftsführung des Beirates liegt bei der Stabsstelle der Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber.
Die Gründung des Landesbeirates unterstreiche den Stellenwert, den die Migrations- und Integrationspolitik in Rheinland-Pfalz habe, so die Ministerin. Sie hob in diesem Zusammenhang die langjährige Arbeit der Rheinland-pfälzischen Initiative für Integration (RIFI) hervor, der Vorläuferin des neu gegründeten Landesbeirates ist. „RIFI war innovativ, auch auf Bundesebene, und hat Wesentliches geleistet. Sie hat eine Vielzahl von Themen rund um das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Zugewanderten aufgegriffen, diskutiert und aufgearbeitet. Mit ihrer Arbeit hat RIFI dazu beigetragen, dass die Integrationspolitik und -praxis in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt sind“, sagte die Ministerin. Ausdrücklich dankte sie allen Mitgliedern der Initiative, insbesondere der Beauftragten der Landesregierung, Maria Weber, die RIFI ins Leben gerufen und zusammen mit ihrem Arbeitsstab über fast fünf Jahre engagiert begleitet hat.
Der Integrationsprozess dürfe nicht dem Zufall überlassen, sondern müsse sinnvoll gesteuert werden. Notwendig für ein Gelingen seien neben gut geplanten und praxisnahen Konzepten auch Mut und Wille auf allen Seiten. "Das Zusammenwirken in der Form eines Beirats bietet große Chancen. Ich wünsche mir, dass die Arbeit im Beirat fruchtbar und ergebnisorientiert sein wird. Ich bin ebenso überzeugt von dem Nutzen dieser Arbeit für uns alle - für die Landesregierung, unsere Institutionen, Organisationen, Vereine und Initiativen, die wissenschaftliche Theorie und die Praxis - vor allem aber für die Betroffenen selbst - die Migrantinnen und Migranten in unserem Land“, sagte Malu Dreyer.