Malu Dreyer: Integrationsbetriebe weisen in die Zukunft

Menschen mit Behinderungen

Nr. 059-4/04

Die Integration behinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung, wie Arbeits- und Sozialministerin Malu Dreyer heute in Bad Marienberg anlässlich des ersten Spatenstichs für die neue Produktionshalle des Integrationsbetriebes OptiServ unterstrich. Gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben umfasse gleiche Chancen in allen grundlegenden Lebensbereichen wie Arbeit, Bildung, Wohnen und Freizeit. Integrationsbetriebe leisteten einen wichtigen Beitrag, um die Chancen von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Während in den letzten Jahren mit Hilfe engagierter Einrichtungsträger ein weit gespanntes Netz von Werkstätten für behinderte Menschen sowie an Berufsbildungs- und Berufsfortbildungswerken aufgebaut worden sei, müsse es in der Zukunft verstärkt darum gehen, behinderte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren, erklärte die Ministerin. Die schwierige Arbeitsmarktlage treffe behinderte Menschen in besonderem Maße; das Risiko, arbeitslos zu werden oder zu bleiben, sei für sie deutlich höher als für nicht behinderte Menschen. Daher müssten vor allem für behinderte arbeitslose Menschen besondere Anstrengungen unternommen werden.

Integrationsbetriebe seien besonders geeignet, um behinderten Menschen den Übergang in den regulären Arbeitsmarkt zu erleichtern, so die Ministerin. In der Firma OptivServ in Trägerschaft der AWO-Gemeindepsychiatrie Westerwald fänden psychisch kranke Menschen ein differenziertes Arbeitsangebot vom tagesstrukturierenden Angebot der Tagesstätte über probeweise Beschäftigung und Praktika bis hin zum tariflich entlohnten Integrationsarbeitsplatz. Grundgedanke sei die Orientierung an den individuellen Fähigkeiten und Stärken der Menschen und damit eine gezielte Förderung. Mit ihrem Konzept komme der Einrichtung Modellcharakter zu; dies sei nicht zuletzt auch ein Verdienst des innovativen Trägers. Die Investition des Landes in Höhe von 200.000 Euro für die neue Produktionshalle sei vor diesem Hintergrund eine Investition in die Zukunft, da sie dazu beitrage, behinderten Menschen eine berufliche Perspektive zu eröffnen.

Teilen

Zurück