Nr. 048-2/05
Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist im April zurückgegangen, wie Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz unterstrich. Insgesamt gebe es mit rund 184.600 Erwerbslosen rund 9.200 arbeitslose Menschen weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote im Land sei um 0,4 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent im April gesunken. Damit habe die Frühjahrsbelebung ihren ersten Niederschlag in den Arbeitsmarktzahlen gefunden, so die Ministerin. Sie geht davon aus, dass sich die Situation auf dem rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten weiter entspannen wird. Auch wenn die Prognosen der Forschungsinstitute im Frühjahrsgutachten für dieses Jahr nicht allzu optimistisch seien, werde sich die Wirkung des Wirtschaftswachstums in Rheinland-Pfalz auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen, so Malu Dreyer.
Neben der Verbesserung der Beschäftigungschancen junger Menschen müssten auch ältere Arbeitslose im Blick behalten werden, so die Ministerin. Zwar sei auch ihre Zahl im April erfreulicherweise zurückgegangen, sie sei aber nach wie vor viel zu hoch, so die Ministerin. Sie kündigte an, dass das Land seine Anstrengungen zur Beschäftigung der über 55Jährigen weiter verstärken werde. Auf Bundesebene werde im Rahmen des Nationalen beschäftigungspolitischen Aktionsplans der Bundesregierung eine umfassende Strategie mit einem breiten Maßnahmespektrum zur Verhinderung eines frühzeitigen Ausscheidens aus dem Erwerbsleben umgesetzt. Um diese Zielsetzung weiter verfolgen zu können, bedürfe es aber der aktiven Mithilfe aus den Unternehmen. „Wir dürfen das Know-how der Älteren nicht ungenutzt lassen“, so Ministerin Dreyer. Die Wirtschaft profitiere in hohem Maße davon, wenn sie dieses Know-how nutze. Die jahre-, teilweise jahrzehntelange Erfahrung im Berufsleben sei eine wertvolle Grundlage für die Arbeit in den Betrieben. Aus diesem Grund appellierte die Ministerin an die Unternehmen, jetzt bei Einstellungen und Wiedereinstellungen in verstärktem Maße auch ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu berücksichtigen und deren Wissen und Erfahrungen nicht ungenutzt zu lassen.