Malu Dreyer: Dialog fortsetzen und intensivieren

Integration/Islamkonferenz

Nr. 142-1/06

Als Zeichen für die Fortsetzung und Intensivierung des Dialogs mit dem Islam sieht die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer die morgen in Berlin stattfindende Islamkonferenz. Sie äußerte gleichzeitig die Erwartung, dass es gelinge, den Islam aus der verallgemeinernden Islamismus-Debatte herauszuführen. „Die Diskussion über den Islam ist derzeit in Deutschland leider größtenteils negativ besetzt und von einer verengten Sichtweise geprägt,“ so die Ministerin. Andererseits lebten in Deutschland rund drei Millionen Muslime, 100.000 davon in Rheinland-Pfalz, der Islam sei die drittstärkste Religionsgemeinschaft in Deutschland. „Vor diesem Hintergrund müssen wir stärker differenzieren, die Aufklärungs- und Informationsarbeit noch verstärken und den Dialog zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen intensivieren,“ so Malu Dreyer. Die Islam-Konferenz könne einen Beitrag dazu leisten.

Nach Ansicht der Ministerin liefert die kontinuierliche und sachorientierte Integrationsarbeit in Rheinland-Pfalz dafür gute Ansatzpunkte. Neben den seit mehreren Jahren erfolgreich geführten Veranstaltungen „Dialog mit dem Islam“, dem von der Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber, initiierten „Islamforum Rheinland-Pfalz“ seien es auch die „Tage der offenen Moschee“, die gute Gelegenheit für ein besseres Kennenlernen und Miteinander zwischen muslimischen Einwanderern und der Mehrheitsgesellschaft böten. Die Bedeutung des Dialoges mit dem Islam für die rheinland-pfälzische Landesregierung unterstreicht nach Auffassung der Ministerin ebenso das jüngste Treffen von Ministerpräsident Kurt Beck mit dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime. Zu den Maßnahmen der rheinland-pfälzischen Landesregierung, die eine bessere Integration von Muslimen fördern, gehöre auch das erfolgreiche Projekt „Islamischer Religionsunterricht“ in Ludwigshafen.

Im Integrationsprozess, insbesondere im Dialog zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, sind nach Meinung der Ministerin beide Gruppen gefordert. „Vorurteile und Ablehnung auf beiden Seiten beruhen wesentlich auf mangelnder Kenntnis voneinander. Doch gerade die Unterschiede, die ein Konfliktpotenzial für das Zusammenleben in sich tragen, erfordern die Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten. Ich appelliere daher an alle, Muslime und Nicht-Muslime, diesen Dialog fortzusetzen und zu intensivieren“, so Malu Dreyer.

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