Malu Dreyer: Broschüre klärt über Risikofaktoren auf

Plötzlicher Säuglingstod

Nr. 107-3/04

„Die Sicherheit und Gesundheit ihrer Neugeborenen und Säuglinge zu schützen, ist für Eltern ein existenzielles Bedürfnis. Die Landesregierung bietet ihnen dabei aktive Unterstützung, beispielsweise durch Aufklärung und Informationen, wie sie die Risiken des plötzlichen Säuglingstodes verringern können“, wie Gesundheits- und Familienministerin Malu Dreyer heute in Mainz unterstrich. Mit einer neu aufgelegten und überarbeiteten Broschüre werde dargestellt, wie Eltern und Angehörige durch wenige einfache Maßnahmen, wie beispielsweise die Rückenlage beim Schlafen oder die Verwendung eines passenden Schlafssackes, zu einer gesunden Schlafumgebung für ihr Baby beitragen könnten. Die Broschüre wurde zusammen mit der Gemeinsamen Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod e.V. (GEPS) erarbeitet und wird den Elternbriefen an alle Eltern neugeborener Kinder beigefügt. Sie ist Teil einer umfassenden Aufklärungskampagne, die das Gesundheitsministerium im Jahr 2001 gestartet hat.

Mit 30 bis 40 Prozent sei der Plötzliche Säuglingstod die häufigste Todesursache bei Kindern im ersten Lebensjahr, so die Ministerin. Als „Plötzlichen Säuglingstod“ bezeichne man den unerwarteten Tod eines scheinbar gesunden Säuglings. Der Tod trete ohne erkennbare Ursache während des Schlafens ein. Die Ursachen des Plötzlichen Säuglingstodes seien nicht restlos aufgeklärt, aber es gebe Maßnahmen, die das Risiko stark minimieren könnten, so die Ministerin. Dazu gehörten die Rückenlage beim Schlafen sowie der Schutz vor Überwärmung und eine rauchfreie Umgebung.

Die Broschüre mit dem Titel „So schläft Ihr Baby am sichersten“ berücksichtige neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über die Risikofaktoren des Plötzlichen Säuglingstodes und informiere über vorbeugende Maßnahmen zur sicheren Schlafumgebung von Säuglingen. Sie wird neben der Versendung an die Eltern aller neugeborenen Kinder über niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser, Gesundheits- und Jugendämter und andere Stellen verteilt. Ferner ist sie im Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Rheinland-Pfalz, Bauhofstraße 9, 55116 Mainz, Telefonnummer: 06131/162016 (Broschürentelefon) oder über das Internet unter www.masfg.rlp.de und bei der Geschäftsstelle der Gemeinsamen Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V., Postgrabenstraße 35, 76756 Bellheim, kostenlos erhältlich.

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