Malu Dreyer: Beschäftigungsquote muss weiter erhöht werden

Ältere Beschäftigte

Nr. 007-2/07

Rheinland-Pfalz liegt bei der Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit fast 48 Prozent um gut zwei Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt, wie Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Hedi Thelen mitteilte. Trotz der im Vergleich mit anderen Bundesländern guten Position seien aber auch in Rheinland-Pfalz zu wenige Ältere in den Arbeitsmarkt integriert. Die Beschäftigungssituation Älterer habe sich in den vergangenen Jahren insbesondere infolge verstärkter Maßnahmen zur Verjüngung durch die Unternehmen verschärft. Diesem Trend gelte es entgegenzuwirken, da ältere Beschäftigte aufgrund der demographischen Entwicklung so lange wie möglich im Arbeitsprozess gehalten werden sollten, so die Ministerin.

Vielfach stehe eine falsche Einschätzung des Leistungsvermögens älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinter der betrieblichen Praxis, ältereBeschäftigte verstärkt aus dem Arbeitsleben herauszudrängen. Zahlreiche Studien kämen zu dem Ergebnis, dass ältere im Vergleich zu jüngeren Beschäftigten oftmals über ein höheres Maß an Zuverlässigkeit, realistischem Einschätzungsvermögen, Qualitätsbewusststein und Loyalität verfügen. Hinzu komme, dass sie aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrungen Probleme rasch einschätzen und zu eigenständigen Entscheidungen kommen könnten. Die Landesregierung wirke beispielsweise im Rahmen ihrer Arbeitsmarktinitiative ?Neue Chancen: 6.000 plus für Jung und Alt? auf einen Bewusstseinswandel bei Unternehmen und Führungskräften hin. In verschiedenen Modellprojekten würden Führungskräfte ebenso wie betriebliche Interessenvertretungen angesprochen. Das Ministerium erarbeite darüber hinaus einen Leitfaden für ein alternsgerechtes Arbeiten in Rheinland-Pfalz, um Betriebe darin zu unterstützen, ihre Beschäftigten möglichst lange im Arbeitsprozess zu halten. „Rechtzeitige Qualifizierung und lebenslanges Lernen sind neben einem vorbeugenden betrieblichen Gesundheitsmanagement wichtige Voraussetzungen, um die Beschäftigungsquoten älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erhöhen“, unterstrich die Ministerin.

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