Malu Dreyer: Berufliche Integrationsmaßnahmen werden fortgeführt

Wohnungslose Menschen

Nr. 087-4/04

In Rheinland-Pfalz werden die beruflichen Integrationsmaßnahmen für wohnungslose Menschen fortgeführt, wie Sozialministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Dazu werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit Betreuungsangeboten speziell für wohnungslose Menschen zur Verfügung gestellt. Das Land stellt dafür jährlich rund eine Million Euro bereit. Malu Dreyer: „Das Land gewährleistet damit, dass auch für diesen Personkreis bei In-Kraft-Treten der als „Hartz IV“ bezeichneten Reform am 1. Januar 2005 passgenaue und zielführende Maßnahmen zur Verfügung stehen“.

Das Land finanziert nach Angaben der Ministerin seit dem Jahre 1995 jährlich 50 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen. Grundlage seien Eckpunkte, die mit der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz abgestimmt wurden, so die Ministerin. Mit Hilfe der Integrationsmaßnahmen sollen die Hilfeempfängerinnen und -empfänger notwendige soziale Fähigkeiten erlernen, die für ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben erforderlich seien. Hierzu zähle beispielsweise die für das Erwerbsleben unerlässliche Tagesstrukturierung. Ziel sei es, wohnungslose Menschen in Gesellschaft und Beruf zu integrieren. So sollen sie unter anderem dazu befähigt werden, wieder eine eigene Wohnung sowie einen Arbeitsplatz auf dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt zu finden. Daneben soll mittelfristig eine Entschuldung der oft überschuldeten Menschen erreicht und die Bildung finanzieller Rücklagen ermöglicht werden.

Die Bandbreite reiche von Tätigkeiten in Werkstätten bis zum Recyceln von Computerteilen. Die Arbeitsplätze würden in Rheinland-Pfalz an neun Standorten durch anerkannte Träger der Freien Wohlfahrtspflege angeboten. Die Betreuung umfasse fachliche Anleitung und - soweit erforderlich - sozialpädagogische Begleitung. Nach Abschluss der Maßnahmen, die in der Regel zwölf Monate dauern, sollen die Hilfeempfängerinnen und -empfänger in der Lage sein, ihren Lebensunterhalt aus eigenem Erwerbseinkommen zu bestreiten.

Die Ministerin bewertet die Integrationsmaßnahmen als ein gutes Instrument zur nachhaltigen Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten. Sie werden daher auch in Zukunft durch das Land zur Verfügung gestellt.

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