Nr. 007-2/06
„Der Bericht der Enquete-Kommission zur Zukunft der Arbeit setzt wertvolle Impulse für die Arbeitsmarktpolitik des Landes“, wie Arbeitsministerin Malu Dreyer heute im rheinland-pfälzischen Landtag unterstrich. Der Bericht sei eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die Landesregierung werde ihn daher sehr sorgfältig auswerten, versprach die Ministerin. Besondere Akzente setze er im Bereich der beruflichen Bildung, der speziellen Förderung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Betrieben und der Nutzung branchenspezifischer und regionaler Potentiale für den Strukturwandel am Arbeitsmarkt.
Der Abbau der Arbeitslosigkeit sowie die Sicherung und der Erhalt von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen stünden bereits jetzt im Zentrum der Politik der Landesregierung, wie Malu Dreyer unterstrich. Dass diese Bemühungen sehr erfolgreich seien, zeige die Tatsache, dass Rheinland-Pfalz in der Arbeitsmarktstatistik seit Jahren den drittbesten Platz im Ländervergleich einnehme. Diese im Bundesvergleich sehr gute Position will das Land mit weiteren Anstrengungen weiter ausbauen, denn es gehe darum, den betroffenen Menschen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Dies gelte insbesondere für junge Menschen und ältere Beschäftigte. Daher habe die Landesregierung im Sommer vergangenen Jahres die Arbeitsmarktinitiative ?Neue Chancen: 6.000 plus für Jung und Alt? ins Leben gerufen, die speziell auf diese Zielgruppen am Arbeitsmarkt ausgerichtet seien. Die fortlaufenden Bemühungen zeigen nach Angaben der Ministerin Erfolge: Die Jugendarbeitslosigkeit konnte trotz der angespannten Lage am Arbeitsmarkt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden, der Negativtrend der vergangenen Jahre konnte gestoppt werden. Dies zeige, dass die intensive Betreuung der jungen Menschen zu wirken beginne.
Die Empfehlungen der Enquete-Kommission bestätigten den rheinland-pfälzischen Ansatz einer engen Kooperation der Akteurinnen und Akteure am Arbeitsmarkt wie Landesregierung, Arbeitsagenturen, Arbeitgeber, Gewerkschaften, Kommunen und Träger, sagte die Ministerin. Für die Zukunft der Arbeit werde es darauf ankommen, noch stärker die Ausbildung und Qualifikation junger Menschen zu fördern. Außerdem müssten in den Betrieben Strukturen geschaffen werden, um ältere Beschäftigte so lange wie möglich im Arbeitsprozess zu halten. Beispielsweise müssten Weiterbildung und lebenslanges Lernen für jeden Betrieb, aber auch jeden einzelnen selbstverständlich werden. Der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft halte an, hier liege ein großes Jobpotential, das es zu nutzen gelte.