Malu Dreyer: Älteren Beschäftigungschancen eröffnen

Arbeitsmarkt

Nr. 144-2/06

Im September ist die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz weiter gesunken, wie Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz unterstrich. Insgesamt waren rund 151.700 Menschen ohne Arbeit; dies sind mehr als 7.700 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 16.400 weniger als im September 2005. Die Arbeitslosenquote verringerte sich ebenfalls von 7,8 Prozent auf 7,4 Prozent. „Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, insbesondere auch weil der Rückgang der Arbeitslosenzahlen durchgängig bei allen Gruppen zu verzeichnen ist“, sagte die Ministerin. Die positive konjunkturelle Entwicklung scheine ihren Niederschlag auch auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Das verbesserte Konsumklima trage mit dazu bei, dass wieder mehr Menschen einen Arbeitsplatz finden und sich dies auch in der Statistik niederschlägt.

Trotz der positiven Gesamtentwicklung sieht die Ministerin mit Sorge auf die Arbeitsmarktsituation der älteren Arbeitslosen, die bei Bewerbungen auf erhebliche Vorbehalte in den Unternehmen und Betrieben stoßen. Die jetzt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufene Initiative 50plus solle ihre Chancen auf Beschäftigung erhöhen. Dies könne aber nur Erfolg haben, wenn auch die Betriebe und Unternehmen ihren Beitrag dazu leisten. Wichtig sei es, dass in den Unternehmen ein Bewusstseinswandel stattfinde, dass Können und Produktivität in der Regel unabhängig vom Alter seien. Die gemeinsamen Anstrengungen von Bund und Land zugunsten der Älteren zielen daher neben dem Einsatz von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten vor allem auf einen Einstellungswandel in der Gesellschaft. Die Ministerin appellierte an Unternehmen und Betriebe, sich die Erfahrungen und Kompetenzen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunutze zu machen, denn sie trügen ganz wesentlich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit in den Betrieben zu erhalten. Stärker als bisher müsse das Alter als produktive Lebensphase anerkannt werden. Das Land werde seine bisherigen Anstrengungen zugunsten Älterer ebenfalls verstärken und die Aktivitäten des Bundes mit eigenen Mitteln und Projekten unterstützen.

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