Malu Dreyer: Ältere Menschen länger im Erwerbsprozess halten

Arbeitsmarktzahlen

Nr. 190-2/04

Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist im Oktober auf 149.000 zurückgegangen; dies entspricht einer Quote von 7,4 Prozent, wie Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Damit waren etwa 1.200 Menschen weniger arbeitslos als im Vormonat. Dieser Rückgang sei saisonabhängig und in diesem Umfang in jedem Herbst zu beobachten. Mit Sorge betrachte sie die hohe Sockelarbeitslosigkeit, die im Vergleich zum Vormonat nicht wesentlich zurückgegangen sei, so die Ministerin. Sie befürchtet, dass sich diese Situation in den nächsten Monaten trotz der Anzeichen für ein wirtschaftliches Wachstum in Deutschland nicht wesentlich ändern wird.

Ansteigend sei auch die Arbeitslosigkeit der über 55-Jährigen, so die Ministerin. Gerade diese Menschen, die über langjährige Berufserfahrung und oftmals eine hohe Qualifikation verfügten, erhielten auf dem Arbeitsmarkt derzeit keine Chancen. Dabei sei gerade dieser Personenkreis häufig besonders leistungsfähig und werde nur wegen seines Alters ausgegrenzt. Die Ministerin appellierte an die Betriebe und Unternehmen, auch älteren Menschen wieder eine Chance zu eröffnen, möglichst lange einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. So könnten die Erfahrungen und Fachkenntnisse, die sich Menschen im Laufe eines langen Erwerbslebens erworben haben, stärker genutzt werden. Außerdem könnten die älteren Erwerbstätigen damit die Chance auf ein dynamisches, aktives Altern nutzen. Eine längere Erwerbstätigkeit sei auch im Sinne einer auf die demografische Entwicklung gerichteten Arbeits- und Sozialpolitik, so die Ministerin. Außerdem folge man damit den Empfehlungen des Rates der Europäischen Union für nationale Beschäftigungspolitiken in den Mitgliedstaaten.

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