Nr. 194-5/05
„An Familien werden heute hohe Anforderungen gestellt. Zur Unterstützung insbesondere junger Familien wollen wir deshalb mit unseren Angeboten dorthin gehen, wo die Menschen sind“, so Malu Dreyer, Ministerin für Arbeit, Soziales Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz. Grundsätzlich unterstütze sie die Vorschläge des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger und des saarländischen Gesundheitsministers Josef Hecken, präventive Angebote verbindlich zu machen, sie sehe jedoch die Notwendigkeit, die Angebote verstärkt dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden.
Mit ihrer Initiative VIVA FAMILIA habe sie Anfang dieses Jahres regional und landesweit vielfältige Maßnahmen und Aktivitäten gestartet, um Familienkompetenz zu stärken, die Gesundheit von Kindern und Familien zu verbessern, Arbeit und Ausbildung für junge Menschen zu schaffen, eine familienbewusste Arbeitswelt zu fördern und Familien in besonderen Notlagen zu helfen. So nutze das Projekt „Hebammen beraten Familien“ den intensiven Kontakt der Hebammen mit den (werdenden) Eltern und biete in Zusammenarbeit mit dem Hebammen-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. Hebammen ein spezielles Fortbildungsprogramm an.
Mit dem Elternkursprogramm „Auf den Anfang kommt es an“ würden Eltern der Start in die Familie erleichtert und Basiskompetenzen für die Erziehung von Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter vermittelt. „Auch in der Suchtprävention gehen wir mit dem Projekt „Zu Gast bei Familie...“ neue Wege.
So genannte „Job-Füxe“ unterstützten bei der Lehrstellensuche und der Vermittlung von Praktika. „Jugend-Scouts“ suchten arbeitslose Jugendliche ähnlich wie Streetworker vor Ort auf, um sie in Ausbildung, Beschäftigung oder Berufsvorbereitung zu vermitteln und das Projekt „Finanziell fit“ vermittle jungen Erwachsenen Kompetenzen im Umgang mit Geld.
Für die Initiative VIVA FAMILIA hat Ministerin Dreyer in 2005 und 2006 zusätzlich eine Million Euro bereit gestellt.