Malu Dreyer: Ada-Lovelace-Projekt ist eine Erfolgsgeschichte

Frauen

Nr. 147-6/07

Als eine Erfolgsgeschichte hat Frauenministerin Malu Dreyer heute in Mainz das Ada-Lovelace-Projekt bezeichnet. Aus einem ursprünglich regional begrenzten Projekt sei im Laufe der Jahre ein landesweites Mentorinnen-Netzwerk zur Gewinnung von jungen Frauen für wissenschaftlich-technische Studiengänge entstanden, sagte die Ministerin anlässlich der Feier zum 10jährigen Bestehen des Projektes. „Heute ist das Ada-Lovelace-Projekt an allen rheinland-pfälzischen Hochschulstandorten mit naturwissenschaftlich-technischem Fächerspektrum vertreten und wirbt nicht nur für Studiengänge, sondern auch für zukunftsträchtige naturwissenschaftlich-technische Ausbildungsberufe“, unterstrich Malu Dreyer.

Mehr als 65.000 Schülerinnen haben im Laufe der letzten zehn Jahre Informationsveranstaltungen, Workshops, Beratungsangebote oder Hochschulschnuppertage besucht, um sich über naturwissenschaftlich-technische Berufe zu informieren. Jährlich sind mehr als 150 Mentorinnen im Einsatz, um als Vorbilder für Schülerinnen für ihre Ausbildungsberufe oder Studiengänge zu werben. „Das ist eine enorm hohe Anzahl, das Ada-Lovelace-Projekt dürfte damit das wohl bundesweit größte Mentoring-Projekt sein“, so die Ministerin. Es sei auch ein Erfolg des Ada-Lovelace-Projekts, dass sich die Zahl der Studienanfängerinnen in den naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen in den letzten 10 Jahren bundesweit nahezu verdoppelt hat. Sie sei sich sicher, dass langfristig Initiativen und Projekte wie das Ada-Lovelace-Projekt, aber auch die Anstrengungen der Wirtschaft und der Verbände dazu beitragen werden, den Fachkräftemangel zu reduzieren und den Frauenanteil in naturwissenschaftlich-technischen und ingenieurwissenschaftlichen Berufsfeldern zu erhöhen.

Auch im Bereich der zukunftsträchtigen Ausbildungsberufe bestehe ein großer Nachholbedarf, was die Zahl weiblicher Auszubildender betreffe, so Malu Dreyer. Hier seien noch weitere erhebliche Anstrengungen notwendig, um die einseitige Berufswahl der Mädchen zu verändern. Die Landesregierung fördere daher neben dem Ada-Lovelace-Projekt und dem Girls?Day viele Projekte und Initiativen mit dieser Zielsetzung.

Bund und Länder hätten in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um Frauen für Berufe in Naturwissenschaft und Technik zu interessieren. Dennoch entschieden sich noch immer Mädchen viel zu häufig für typisch weibliche Berufsfelder und das, obwohl sie oft Interesse und die erforderliche Begabung für zukunftsträchtige technische Berufe haben. „Das ist schade, vor allem für die jungen Frauen, aber auch für die Wirtschaft, denn die Betriebe brauchen qualifizierten Nachwuchs“, so die Ministerin. Dass Qualifikationspotenziale von Frauen für diese Berufsfelder besser erschlossen werden, sei ihr als Frauen- und als Arbeitsministerin ein wichtiges politisches Anliegen.

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