Malu Dreyer: Abhängigkeit von Tabak nicht unterschätzen

Weltnichtrauchertag 2005

Nr. 067-5/05

„Bei aller Notwendigkeit zur Bekämpfung des Missbrauchs illegaler Drogen darf die Abhängigkeit von Tabak nicht unterschätzt werden“, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz anlässlich des morgigen Weltnichtrauchertages erklärte. Jährlich stürben wesentlich mehr Menschen an den Folgen von Nikotin und übermäßigem Alkoholkonsum als durch Missbrauch harter Drogen. Die Landesregierung setze in der Suchtprävention daher besondere Schwerpunkte bei den Suchtstoffen Nikotin und Alkohol. Etwa 2.100 Menschen in Rheinland-Pfalz sterben nach Angaben der Ministerin jährlich an bösartigen Erkrankungen der Luftröhre, Bronchien und Lunge, die zu 80 bis 90 Prozent durch das Rauchen verursacht werden.

„Das Land setzt darauf, junge Menschen darin zu bestärken, nicht mit dem Rauchen zu beginnen“, erklärte die Ministerin. Dazu trügen vielfältige suchtpräventive Maßnahmen bei, die im Rahmen der rheinland-pfälzischen Nichtraucherkampagne „Lass stecken“ fortgeführt werden. Anlässlich der Drogenkonferenz am 09. Juni 2005 würden eine Reihe von Präventionsprojekten vorgestellt, so zum Beispiel ein Riech- und Geschmackstest für Raucherinnen und Raucher. Zudem führte die Arbeitsgemeinschaft „Rauchfrei“, ein Zusammenschluss der aus Landesmitteln geförderten Präventionsfachkräfte, am Nichtrauchertag verschiedene Aktionen durch. Jugendliche Raucherinnen und Raucher würden durch Kursangebote unterstützt, wenn sie den Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit wagen.

Auch im Rahmen ihrer Initiative „Viva Familia“ werde das Thema ?Rauchen? aufgegriffen. „Häufig wird übersehen, dass viele Raucherinnen und Raucher auch Eltern sind. Für ungeborene Kinder stellt das Rauchen werdender Mütter eine besondere Gefährdung dar“, so die Ministerin. Bei Raucherinnen steige die Zahl der Früh- und Totgeburten überproportional an. Kinder rauchender Schwangerer hätten ein deutlich niedrigeres Geburtsgewicht und seien in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung beeinträchtigt. Aber auch rauchende Väter trügen mit ihrem Verhalten zur Gefährdung der Kinder bei. Zudem seien Kinder rauchender Eltern wesentlich anfälliger für allergische Erkrankungen oder Erkrankungen der Atemwege. „Nichtrauchende Eltern tragen damit erheblich zur gesunden Entwicklung eines Kindes bei“, so Malu Dreyer.

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