Nr. 091-3/06
Angesichts der anhaltenden Hitzewelle empfiehlt das Gesundheitsministerium den Bürgerinnen und Bürger dringend, ihr Verhalten an die außergewöhnlich hohen Temperaturen anzupassen. Gesundheitlich gefährdet seien vor allem ältere, pflegebedürftige und kranke Menschen, aber auch Kleinkinder. Generell sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden. Zu empfehlen seien alkoholfreie Getränke, ideal seien Wasser oder Fruchtsäfte und davon mindestens zwei Liter am Tag, so das Ministerium. Dazu sollten die Menschen möglichst mehrmals am Tag kleine Mahlzeiten mit leichter Kost, viel Gemüse und wasserreiches Obst, wie Gurken, Tomaten oder Melonen zu sich nehmen.
Insbesondere ältere oder gebrechliche Menschen haben bei anhaltend hohen Temperaturen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Erschwerend kommt hinzu, dass das Durstgefühl mit zunehmendem Alter nachlässt; dies führt dazu, dass ältere Menschen noch weniger trinken, als eigentlich nötig. Dadurch kann es zu gesundheitlichen Schäden, wie Herz-Kreislaufversagen oder Organversagen kommen. Aber auch junge und gesunde Menschen sollten ihr Verhalten an die hohen Temperaturen anpassen; dazu reiche schon die Beachtung ganz einfacher Regeln, so der Rat des Ministeriums. Neben der ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme sei ganz allgemein geraten, sich nicht direkt in der Sonne aufzuhalten und anstrengende Tätigkeiten oder körperliche Belastungen im Freien möglichst zu vermeiden. Wer sich der Sonne aussetze, solle auf einen angemessenen Sonnenschutz achten; Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher, Sonnenhut und Sonnenbrille sollten hier zur Grundausstattung gehören.
Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat bereits im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass die Altenpflegeheime im Land sowie die Gesundheitsämter in das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes aufgenommen wurden. Darüber hinaus hat das Ministerium einen Ratgeber für Seniorinnen und Senioren erarbeitet, der sich sowohl an die älteren Menschen selbst als auch an die sie betreuenden Personen richtet und der Empfehlungen zum richtigen Verhalten bei großer Hitze enthält. Das Faltblatt wurde an Heime, Gesundheitsämter, ambulante Pflegedienste, private Pflegeverbände und Seniorenverbände verschickt verbunden mit einem Hinweis auf den besonderen Service des Deutschen Wetterdienstes. Auch die Heimaufsicht hat bei ihren Besuchen in Altenpflegeheimen das Thema Hitze besonders im Blick.