Flächendeckende Versorgung mit Schlaganfalleinheiten

Schlaganfalleinheiten

Nr. 230-3/04

Die Verbesserung der Schlaganfallversorgung sei eines der vorrangigen Ziele der rheinland-pfälzischen Landesregierung, betonte Ministerin Malu Dreyer heute in Mainz auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Josef Rosenbauer. Um die stationäre Erstversorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten zu verbessern, habe das Ministerium für Arbeit,. Soziales, Familie und Gesundheit ein Konzept zur flächendeckenden Einrichtung von Schlaganfalleinheiten erarbeitet. Denn eine gute Akutversorgung schaffe die Voraussetzungen für gute Heilungschancen und eine erfolgreiche Rehabilitation der betroffenen Patientinnen und Patienten.

Die Ministerin betonte, dass das Land Rheinland-Pfalz seit 1999 den Ausbau der Schlaganfalleinheiten in den Krankenhäusern des Landes mit mehr als zwei Millionen Euro gefördert habe, so dass in den Kliniken des Landes ein bundesweit vorbildliches Netz an speziellen Behandlungsplätzen für Schlaganfallpatientinnen und
-patienten eingerichtet werden konnte. In einer ersten Stufe seien zunächst 40 zentrale Behandlungseinheiten in den großen Krankenhäusern eingerichtet worden, denen bis Ende dieses Jahres weitere 60 Plätze folgten. Damit habe das Land seine im Krankenhausplan angekündigte Zusage, ein flächendeckendes Behandlungsnetz einzuführen, erfüllt.

Für die betroffenen Patientinnen und Patienten bedeute dies eine entscheidende Qualitätsverbesserung in der Schlaganfallbehandlung. Speziell qualifiziertes Personal und eine besondere technische Ausstattung in den so genannten "Stroke units" trügen dazu bei, die Therapie so zu verbessern, dass deutlich weniger Komplikationen und Folgeschäden bei den Patientinnen und Patienten aufträten, betonte die Ministerin.

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