Dreyer/Weber: Fußball-Weltmeisterschaft war gelebte Integration

Integration

Nr. 084-1/06

Als „gelebte Integration“ haben die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer und die Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber, die jetzt zu Ende gegangene Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland bezeichnet. „Während der letzten vier Wochen wurde sehr deutlich, dass wir nicht nur gute und weltoffene Gastgeber waren, sondern wir haben hautnah erlebt, wie Völkerverständigung und Toleranz ganz selbstverständlich gelebt werden können“, so Dreyer und Weber. Dies habe sich nicht nur an den Austragungsorten der großen Spiele gezeigt, sondern überall im Land, in kleinen Vereinen auf dem Lande ebenso wie vor den großen Leinwänden in Ballungsgebieten.

„Der Fußball wirkte damit auf ganz einfache und spielerische Weise integrationsfördernd. Dieses fulminante, bunte Fest, das Unterschiede in Sprache, Herkunft und kultureller Identität in den Hintergrund treten ließ, hat uns in beeindruckender Weise gezeigt, wie ein gemeinsames „Wir-Gefühl“ entstehen kann, in dem es keinen Platz für Vorurteile gibt“, so Dreyer und Weber. Die vielen persönlichen Begegnungen, das gemeinsame Erleben der Spiele habe Menschen ausländischer Herkunft und Einheimische einander näher gebracht, oft wurde zusammen gefeiert und getrauert, gelacht und geweint. Der Schwung und das positive Gefühl, das sich dabei entwickelt habe, müsse nun für die Integrationspolitik genutzt werden.

Erleichtert zeigten sich Dreyer und Weber auch darüber, dass es während der Weltmeisterschaft keine so genannten „No go-areas“ gegeben hat und dass es zu keinen nennenswerten fremdenfeindlichen oder rassistischen Vorfällen gekommen sei. „Die Fußballweltmeisterschaft 2006 machte Deutschland zu einer weltoffenen Bühne, auf der es keine Barrieren, Vorbehalte und Ressentiments gegeben hat. Damit wurde deutlich: Die WM 2006 war mehr als nur Fußball, sie hat Chancen für die Integration eröffnet, die wir nutzen sollten“, so Dreyer und Weber.

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