Nr. 136-3/04
Die Sicherstellung einer flächendeckenden Akutversorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten auf hohem Niveau ist eines der besonderen Anliegen der rheinland-pfälzischen Gesundheitspolitik, wie Ministerin Malu Dreyer auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Peter Enders (CDU) mitteilte.
Rheinland-Pfalz hat die Verbesserung der Akutversorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten sorgfältig vorbereitet, mit Daten untermauert und ist dabei, sie zügig umzusetzen.
Vor fünf Jahren wurden sechs zentrale Schlaganfalleinheiten, so genannte Stroke Units, in neurologischen Abteilungen in Schwerpunktkrankenhäusern und Krankenhäusern der Maximalversorgung eingerichtet. Da bei der Behandlung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten die zeitnahe Versorgung wichtig ist, ist ein regional gegliedertes Angebot leistungsfähiger Krankenhäuser erforderlich, das sich nicht auf neurologische Abteilungen in Großkrankenhäusern beschränken kann. Deshalb wurde zeitgleich mit der Einrichtung zentraler Schlaganfalleinheiten der Betrieb so genannter regionaler Einheiten erprobt, die an zentrale Einheiten angebunden sind und in internistischen Abteilungen betrieben werden.
Das Anforderungsprofil zentraler Einheiten und regionaler Einheiten war von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Herrn Professor Lowitzsch, dem Chef der Abteilung für Neurologie in Ludwigshafen, erarbeitet worden.
Die Schlaganfallbehandlung in Rheinland-Pfalz wird landesweit dokumentiert und ausgewertet.
Regionale Einheiten haben sich bewährt. Deshalb wird Rheinland-Pfalz noch in diesem Jahr die Zahl der ausgewiesenen Plätze auch in Schlaganfalleinheiten - bisher sind es 52 - regional gegliedert auf cirka 100 erhöhen. Für ganz Rheinland-Pfalz werden dann in ausreichender Zahl Plätze in Schlaganfalleinheiten zur Verfügung stehen. Damit bestätigt Rheinland-Pfalz, wie Ministerin Malu Dreyer ausführt, seine Spitzenposition bei der Akutversorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten.