Nr. 120-2/07
Die berufliche Orientierung junger Menschen in Rheinland-Pfalz weiter zu stärken, ist Ziel einer Vereinbarung, die das rheinland-pfälzische Arbeitsministerium und die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit geschlossen haben. Die Vereinbarung sieht die Förderung von Projekten vor, die dazu beitragen sollen, eine möglichst tiefe und umfassende Berufsorientierung von Jugendlichen zu ermöglichen. Berufswunsch und Ausbildungsmöglichkeiten sollen dabei möglichst passgenau miteinander in Einklang gebracht werden. Dies teilten Arbeitsministerin Malu Dreyer und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz- Saarland, Otto-Werner Schade, heute in Mainz mit.
„Viele Jugendliche haben zu wenige Kenntnisse oder falsche Vorstellungen von Ausbildungsberufen oder konzentrieren sich nur auf wenige Ausbildungsberufe“, so Dreyer und Schade. Die Projekte zielen daher auf die vertiefte Eignungsfeststellung, die Verbesserung des Entscheidungsverhaltens und die Verbreiterung von Kenntnissen über verschiedene Berufsbilder. Jugendliche sollen sich mit der eigenen beruflichen Perspektive auseinandersetzen und dazu frühzeitig motiviert werden. Besondere Zielgruppen der Projekte sind Jugendliche mit Unterstützungs- oder Informationsbedarf. Vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund, junge Frauen mit engem Berufswahlspektrum und Jugendliche mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen sollen davon profitieren.
Die Projekte sollen in den Jahren 2007 und 2008 umgesetzt werden. Dafür stehen insgesamt vier Millionen Euro bereit, die jeweils zur Hälfte vom Land und von der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland zur Verfügung gestellt werden. Bislang lägen bereits über 100 Projektvorschläge vor, die es nun hinsichtlich ihrer Förderfähigkeit zu prüfen gelte, so Dreyer und Schade. Dabei würden insbesondere auch der regionale Bedarf und eine möglichst flächendeckende Verteilung der Projekte berücksichtigt.
„Die Projekte unterstützen die Jugendlichen in einer entscheidenden Lebensphase, in der die Weichen für die weitere berufliche und damit auch persönliche Zukunft gestellt werden. Vorhandene Defizite können so besser aufgearbeitet und wichtige Informationen vermittelt werden. Damit werden die Chancen der Jugendlichen für einen Übergang in den Arbeitsmarkt deutlich verbessert, so Dreyer und Schade.