Dreyer: Rheinland-pfälzische Arbeitsgemeinschaften bundesweit beispielhaft

Arbeitsmarktzahlen

Nr. 114-2/05

Im August 2005 waren in Rheinland-Pfalz rund 175.770 Menschen ohne Arbeit, die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 8,7 Prozent. Wie Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz erläuterte, sei die Anzahl der Langzeitarbeitslosen erfreulicherweise erneut zurückgegangen. Zwar sei die Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen wie in jedem Jahr in den Sommermonaten gestiegen, dies sei aber, so die Ministerin, kein Anlass zur Sorge, da sich viele junge Menschen nach Abschluss ihrer Schul- oder Berufsausbildung arbeitslos meldeten, alsbald aber in den Arbeitsmarkt aufgenommen würden. Die Jugendarbeitslosigkeit sei in diesem Jahr jedoch weitaus gemäßigter verlaufen als noch in 2004.

Im Übrigen ist sich Ministerin Dreyer sicher, dass der von der Gesellschaft für Konsumforschung prognostizierte Stimmungsaufschwung beim Konsumklima den grundsätzlich positiven Trend am Arbeitsmarkt weiter unterstützen wird. Sie warnte jedoch davor, das verbesserte Konsumverhalten etwa durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zu verlangsamen oder zum Stillstand zu bringen. Dies wäre das falsche Signal für Wirtschaft und Arbeitsmarkt, so Malu Dreyer.

Der gemäßigte Verlauf der Arbeitslosigkeit sei auch ein Zeichen für die langsam greifende Arbeitsmarktreform, so die Ministerin. Rheinland-Pfalz übernehme in diesem Bereich durchaus eine Vorreiterrolle. Bei dem im Juli erstmals durchgeführten Vergleich der bundesweit 363 Arbeitsgemeinschaften zählten die rheinland-pfälzischen ARGEN zu den besten. Bei diesem Vergleich des Leistungsstandes seien die Infrastruktur, die Umsetzung operativer Handlungsprogramme und die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen aller bundesweit tätigen Arbeitsgemeinschaften auf der Grundlage der vorliegenden statistischen Zahlen miteinander verglichen worden. Bei diesem Leistungsvergleich der ARGEN kämen von den 25 bundesweit besten im Juli allein sechs und im August drei aus Rheinland-Pfalz.

Auch wenn die statistischen Daten zum derzeitigen Zeitpunkt noch mit Vorsicht zu genießen seien, könne doch von einem positiven Trend für Rheinland-Pfalz gesprochen werden. Es erfülle sie mit Stolz, so die Ministerin, dass trotz der schwierigen Rahmenbedingungen die rheinland-pfälzischen Arbeitsgemeinschaften ihre Aufgaben so gut erfüllten und bundesweit mit zur Spitze zählten. Sie werde sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen der ARGEN stetig verbessert würden. Nach fast acht Monaten der Umsetzung von Hartz IV befinde man sich in Rheinland-Pfalz auf einem guten Wege.

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