Nr. 096-2/06
Die Landesregierung nimmt die von den Trierer Hauptschulen in einem Offenen Brief geschilderten Probleme ihrer Schulabgängerinnen und Schulabgänger bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sehr ernst, wie Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Das Arbeitsministerium hat sofort seine Unterstützung angeboten und zwischenzeitlich ein Gespräch mit den Leitern der beiden Trierer Hauptschulen sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz geführt. Darin wurden sowohl strategische Vorgehensweisen als auch sofort wirksame Möglichkeiten erörtert, wie man den bislang noch „unversorgten“ Schülerinnen und Schülern eine berufliche Perspektive eröffnen kann.
„Das Arbeitsministerium teilt die Sorge der Schulen um die beruflichen Chancen der Jugendlichen angesichts der aktuellen Übergangsquoten in Ausbildung und hat daher in den vergangenen Jahren landesweit zahlreiche Angebote, insbesondere auch für Jugendliche in Hauptschulen, eingerichtet. Die Aktionen der Landesregierung - unter anderem auch das Programm ?Neue Chancen: 6.000 plus für Jung und Alt? - konnten die Situation der jungen Menschen wesentlich verbessern“, so Malu Dreyer. Um diese Aktionen noch effektiver planen zu können, habe Ministerpräsident Kurt Beck eine Ministerrunde eingerichtet, in der auch das Arbeitsministerium vertreten sei.
Zur Unterstützung der Trierer Hauptschulen werde sich das Arbeitsministerium dafür einsetzen, dass auch in Trier so genannte Job-Füxe tätig werden, kündigte die Ministerin an. Die Job-Füxe bieten Jugendlichen in den abschlussnahen Jahrgängen insbesondere der Hauptschulen gezielte Einzelfallhilfen, Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Unterstützung bei der Lehrstellensuche und die Vermittlung von Praktika an. Gleichzeitig ist der Job-Fux Ansprechpartner für Eltern und Ausbildungsbetriebe. In anderen Regionen in Rheinland-Pfalz arbeiten Job-Füxe bereits mit großem Erfolg.
Ferner wurden weiterführende Gespräche und Workshops vereinbart, um der schwierigen Situation der Trierer Hauptschulabgängerinnen und -abgänger zu begegnen. „Das Arbeitsministerium wird helfen, die berufliche Perspektive der jungen Menschen in Trier zu verbessern und ihnen einen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten noch einmal ausloten und bündeln“, versprach die Ministerin.
Für die Trierer Schulabgänger und -abgängerinnen, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz finden konnten, gelte es dabei, vor allem die Möglichkeiten zu nutzen, die in den im Sommer und Herbst laufenden Ausbildungsplatzbörsen und dem im Oktober stattfindenden Chancengarantietag liegen. Das Arbeitsministerium sagte auch hierbei seine Unterstützung zu.