Dreyer: Elternkursprogramm soll Erziehungskompetenz junger Eltern fördern

Erziehungskompetenz

Nr. 143-5/05

Mit einem Elternkursprogramm will Familienministerin Malu Dreyer die Erziehungskompetenzen junger Eltern stärken. Das Angebot richte sich an junge Väter und Mütter in der Zeit vom Ende der Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Lebensjahres, erklärte die Ministerin anlässlich der Fachtagung „Erziehungs- und Familienkompetenzen stärken: Auf den Anfang kommt es an!“ ihres Hauses heute in Mainz. Das Programm solle dazu beitragen, Eltern möglichst frühzeitig zu unterstützen und zu stärken. Dies gelte vor allem für die Phase des Übergangs von der Partnerschaft zur Elternschaft. „Hier werden die Grundsteine für die Entwicklung des Kindes und des Familienlebens gelegt“, so die Ministerin.

Um mit den hohen alltäglichen Anforderungen in Partnerschaft, Kindererziehung oder Haushaltsführung zurechtzukommen, benötigten Familien alltagsnahe Unterstützung und praktischen Rat von Fachleuten oder anderen erfahrenen Familien. Bei der Förderung der Kompetenzen von Familien gehe das Land neue Wege. Dazu gehöre das Elternkursprogramm, das vom Universitätsklinikum Ulm entwickelt wurde und eine Lücke in der bisherigen Elternbildung schließe, weil es sich gezielt an Eltern während der ersten Lebensmonate ihres Kindes richte. Es vermittle Müttern und Vätern Kenntnisse in Erziehung, Gesundheit, Pflege, Ernährung und Bewegung oder Informationen über Hilfsangebote. Bis zum Ende des nächsten Jahres sollen in allen Regionen des Landes mehr als 100 solcher Kurse über die Träger der Familienbildung und -beratung angeboten werden. Erste Kurse sollen noch in diesem Jahr beginnen. Auf die Kurse sollen Eltern unter anderem auch durch Hebammen aufmerksam gemacht und zur Teilnahme motiviert werden.

Die Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern sei ein Baustein ihrer Initiative ?Viva Familia?, die sie Anfang des Jahres ins Leben gerufen habe, so die Ministerin. Gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern wolle sie die Rahmenbedingungen für Familien in Rheinland-Pfalz weiter verbessern. Dabei gehe es darum, die partnerschaftlichen, erzieherischen und wirtschaftlichen Kompetenzen von Familien zu fördern. Die Erziehungskonferenz biete den Expertinnen und Experten der Familienbildung und -beratung ein Forum für den Fachaustausch und trage zur Weiterentwicklung der fachlichen Arbeit bei.

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