Nr. 041-2/07
Allen jungen Menschen eine berufliche Chance bieten, dieses zentrale Ziel der Landesregierung unterstrichen Arbeitsministerin Malu Dreyer und Bildungsstaatssekretär Michael Ebling heute im Rahmen einer gemeinsamen Fachtagung ihrer Ministerien in Mainz. Besonders im Blick seien diejenigen Jugendlichen, die mit Schwierigkeiten ins Berufsleben starten. Das Hauptaugenmerk gelte dabei dem Übergang von der Schule in die Ausbildung und in den Beruf. Daher fördere das Land schon seit Jahren die Einstellung von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern, von JobFüxen und JugendScouts in den Kommunen und wolle diese Förderung weiter ausbauen. Diese Fachkräfte unterstützten die jungen Menschen darin, ihren beruflichen Weg zu finden, und könnten so den Übergang von der Schule in die Ausbildung und in den Beruf fließender gestalten. Mit der Fachtagung solle der Meinungs- und Erfahrungsaustausch aller an den verschiedenen Programmen beteiligten Akteurinnen und Akteure im Land intensiviert werden, um durch eine noch engere Zusammenarbeit die Hilfestellungen für Schülerinnen und Schüler weiter zu verstärken.
„Jugendliche brauchen am Übergang Schule und Beruf Unterstützung. Vor allem junge Menschen mit Schwierigkeiten benötigen gezielte Hilfestellung, um den Schritt in die berufliche Zukunft erfolgreich gehen zu können“, so Arbeitsministerin Dreyer. Die Programme JobFux und JugendScouts seien ganz bewusst niedrig schwellig und zugehend angelegt. Junge Menschen würden gezielt angesprochen, aktiviert und in der beruflichen Orientierung unterstützt. Der Erfolg gebe diesem Ansatz Recht: Derzeit seien 34 JobFüxe mit Förderung des Landes in allen Gebietskörperschaften im Einsatz. Der Schwerpunkt ihres Arbeitsgebietes liege dabei in den Hauptschulen, wo sie junge Menschen beim Übergang von der Schule in die Ausbildung begleiten. Darüber hinaus gebe es 32 JugendScouts, die junge Menschen beispielsweise an Jugendtreffpunkten aufsuchen und ihnen berufliche Perspektiven aufzeigen. Die Programme würden sehr gut angenommen, und sollten weiter fortgesetzt werden, so die Ministerin. Die JobFüxe und JugendScouts erreichten zusammen jährlich mehr als 10.000 Jugendliche. Parallel dazu sei das Angebot für Schulsozialarbeit durch die Förderung des Landes immer weiter ausgebaut worden, ergänzte Bildungsstaatssekretär Ebling. Insgesamt fördere das Land an 163 Standorten verschiedener Schularten den Einsatz von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern. „Durch die Aufstockung der Landesmittel für Schulsozialarbeit insbesondere an Hauptschulen um 1,6 Millionen Euro wird es noch in diesem Jahr möglich, dass alle von den Jugendhilfeträgern gemeldeten Hauptschulstandorte Schulsozialarbeit erhalten können und damit die flächendeckende Versorgung gewährleistet wird“, unterstrich der Staatssekretär. Insgesamt hätten dann 115 Hauptschulen landesweit eine solche Unterstützung.
„JobFüxe, JugendScouts sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter tragen gemeinsam dazu bei, jungen Menschen den Start in Ausbildung und Beruf zu erleichtern und das Schulklima zu verbessern. Durch den stetigen Ausbau der Landesförderung und durch die Unterstützung aus dem Europäischen Sozialfonds ist es gelungen, das landesweite Netz der Hilfsangebote für junge Leute immer enger zu knüpfen. Das wollen wir auch weiter vorantreiben“, unterstrichen die Arbeitsministerin und der Bildungsstaatssekretär.