Nr. 060-3/06
Im Rahmen eines Runden Tischs zur Gesundheitsreform und eines Workshops zur Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung diskutierten rheinland-pfälzische Ärztinnen und Ärzte ihre Reformvorstellungen mit Gesundheitsministerin Malu Dreyer. Wie die Ministerin heute in Mainz betonte, habe die Landesregierung damit ihr Versprechen gegenüber den Ärztinnen und Ärzten eingelöst, sie in die weiteren Reformüberlegungen einzubeziehen.
Neben der sozial gerechten und nachhaltigen Umgestaltung der Finanzierung der Krankenversicherung, so die Ministerin, sei es ein wesentliches Ziel der Gesundheitsreform, die Attraktivität des Arztberufes zu verbessern. Dabei gehe es insbesondere um einen Abbau von unnötiger Bürokratie und die Abkehr von der intransparenten, unkalkulierbaren und wenig leistungsgerechten Vergütung. Eine angemessene Bezahlung der Ärztinnen und Ärzte sei auch wichtig, um die ambulante Versorgung flächendeckend und wohnortnah zu sichern, so die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin.
Ministerin Malu Dreyer, die das Land Rheinland-Pfalz bei den Berliner Verhandlungen zur Gesundheitsreform vertritt, versicherte, dass sie sich im Rahmen der Verhandlungen für eine Stärkung des ambulanten Sektors einsetzen werde. Wesentlich sei die Einführung einer transparenten und auskömmlichen Vergütung für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Die Ministerin sicherte zu, den konstruktiven Dialog mit Ärztinnen und Ärzten, aber auch mit anderen gesundheitspolitischen Partnern in Rheinland-Pfalz, fortsetzen zu wollen.