Nr. 086-3/06
„Wer auf Reisen geht, sollte auf einen ausreichenden Impfschutz achten und sich eine kleine Reiseapotheke zusammenstellen“, rät Gesundheitsministerin Malu Dreyer vor Beginn der Sommerferien. Bei den Urlaubsplanungen sollte daran gedacht werden, dass Klima- und Temperaturwechsel, aber auch ungewohnte Kost, das körperliche Wohlbefinden am Ferienort und damit die Urlaubsfreude beeinträchtigen können. „Mit den richtigen Vorbereitungen, kann man sich auf einfache Weise vor Unannehmlichkeiten schützen, die einem den Spaß an den Ferien verderben können“, sagte die Ministerin.
So empfehle es sich, gegebenenfalls in Absprache mit dem Hausarzt eine Reiseapotheke zusammenzustellen, die individuell auf das Urlaubsziel abgestimmt sei. Sonnenschutzmittel seien nicht nur bei Reisen in Länder mit hoher Sonnenintensität unverzichtbar. Auch im Hochgebirge müsse durch Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor einem Sonnenbrand vorgebeugt werden. Gerade in europäischen Breiten werde die UV-Strahlung oft unterschätzt, warnt die Ministerin. Sonnenbrand könne zu schwerwiegenden Hautschäden führen. Die besorgniserregende Zunahme von Hautkrebs in Mitteleuropa werde von Medizinern vor allem auf übermäßiges und ungeschütztes Sonnenbaden zurückgeführt.
Vor Antritt einer Reise sei es auch ratsam, seinen Impfschutz zu überprüfen. Dies gelte vor allem für Tropenreisende. Aber auch Reisende innerhalb Deutschlands sollten sich über notwendigen Schutz informieren. So sollte vor einer Urlaubsreise nach Süddeutschland geprüft werden, ob eine Impfung gegen die durch Zecken übertragbare FSME erforderlich ist. Die Ministerin wies in diesem Zusammenhang auf eine aktuell veröffentlichte Broschüre ihres Ministeriums hin, die ausführlich über durch Zecken übertragbare Krankheiten aufklärt und nützliche Hinweise zum Thema gibt. Sie kann über das Broschürentelefon unter der Telefonnummer 06131/162016 angefordert oder über die Homepage des Ministeriums, www.masfg.rlp.de abgerufen werden.
Über die sinnvolle Zusammensetzung der Reiseapotheke und einen angemessenen Impfschutz informieren die Hausärztinnen und Hausärzte, die Gesundheitsämter und auch alle rheinland-pfälzischen Apotheken. Informationen bietet auch die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (Karmeliterplatz 3, 55116 Mainz, Tel.: 06131/2069-0, Telefax: 06131/206969, Internetadresse: www.lzg-rlp.de).