Dreyer: Anlaufprobleme mit befundorientierten Festzuschüssen werden gelöst

Zahngesundheit

Nr. 059-3/05

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat auf Anlaufschwierigkeiten bei der Einführung der befundorientierten Festzuschüsse zum Zahnersatz unmittelbar reagiert. In einem Gespräch mit den beteiligten Partnern - Zahntechniker, Krankenkassen und Kassenzahnärztliche Vereinigung - sei vereinbart worden, die gesetzlich Versicherten noch besser zu informieren und dadurch mehr Vertrauen in das neue System zu schaffen, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Peter Enders mitteilte. Sie stellte klar, dass die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Zahnersatz auf hohem Niveau sichergestellt sei.

Die Ankündigung der Einführung befundorientierter Festzuschüsse zum Zahnersatz habe Ende des Jahres 2004 zu einem erheblichen Vorzieheffekt geführt, weil Patientinnen und Patienten sich noch nach dem alten, „vertrauten“ System behandeln lassen wollten. In einigen Regionen sei die Zahl der Zahnbehandlungen um 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, so die Ministerin. Zu Beginn des Jahres 2005 seien die Zahlen dann verglichen mit diesem extremen Anstieg massiv zurückgegangen. Mittlerweile normalisiere sich die Lage wieder. Darüber hinaus sei es trotz intensiver Schulungen bei der Beantragung und Genehmigung von Heil- und Kostenplänen in den Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen wegen der Umstellung auf das neue System zu Verzögerungen gekommen. Auch dieses Übergangsproblem löse sich inzwischen auf.

Politik, Krankenkassen und Kassenzahnärztliche Vereinigung bemühten sich um eine weitere umfassende Aufklärung der Patientinnen und Patienten, um die teilweise erhebliche Verunsicherung über die Auswirkungen des neuen Systems auszuräumen. Es sei darüber hinaus geplant, eine Clearingstelle einzurichten, die Unklarheiten bei der Genehmigung von Heil- und Kostenplänen beseitigen und das Verfahren beschleunigen soll. Die Krankenkassen und Kassenzahnärztliche Vereinigung wollen weitere Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der Genehmigung der Pläne befasst sind, anbieten.

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