| Rheinland-Pfälzische Initiative für Integration

Ausländerbeauftragte Weber: Expertengremium leistet ganze Arbeit

Ein hohes Maß an Effizienz und ein gutes Arbeitstempo bescheinigt die Landesbeauftragte für Ausländerfragen, Maria Weber, der Rheinland-Pfälzischen Initiative für Integration (RIFI). In weniger als drei Jahren, so Weber bei der Bilanzierung der bisherigen RIFI-Arbeit, sei es dem 45 Personen zählenden Expertengremium gelungen, fast alle vorgesehenen Themenkomplexe zu diskutieren, zu verabschieden und in Form von konkreten Empfehlungen ihren Adressaten aus mehreren Bereichen des gesellschaftspolitischen Lebens vorzulegen.

 „Ich bin erfreut über ein solches Zwischenergebnis“, so die Ausländerbeauftragte, „handelt es sich doch bei dem überwiegenden Teil der aufgegriffenen Fragen um Themen von hoher Komplexität und Vielschichtigkeit, die alle Bereiche des Zusammenlebens zwischen Einheimischen und Zugewanderten umfassen. Gleichzeitig danke ich allen, die in RIFI mitwirken, für ihre engagierte Arbeit.“ Als eines der vielen Beispiele nannte Weber den Komplex der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund. Nach Ansicht von RIFI, das auf seiner letzten Sitzung dazu ein Empfehlungspaket verabschiedete, werde dieses Thema noch immer zu wenig unter der Fragestellung der unterschiedlichen Zugänge oder der Zugangsbarrieren für die Zugewanderten diskutiert. Gleichzeitig aber könne davon ausgegangen werden, dass diese Zugänge beziehungsweise Zugangsbarrieren den Integrationsprozess und sein Tempo entscheidend mit beeinflussen. Weber: „Die meisten Lebenslagen von Migrantinnen und Migranten unterscheiden sich erheblich von denen der einheimischen Bevölkerung. Unterschiedlich sind nicht nur Herkunft, Sprache und Kultur, sondern oft auch Auffassungen von Krankheit und der Umgang mit Krankheiten. Dabei spielen auch materielle Fragen wie die Kostenfrage oder Kostenübernahme im Krankheitsfall, aber auch Fragen der gesundheitlichen Vorsorge und der Sprachbarrieren eine nicht unerhebliche Rolle. Dies alles muss bei der gesundheitlichen Versorgung der Migrantinnen und Migranten mit bedacht werden.“ In ihren Empfehlungen „Gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund“ postuliert das RIFI-Gremium unter anderem die interkulturelle Öffnung der Gesundheitsdienste. Institutionen im Bereich der gesundheitlichen Versorgung sollten den Prozess der interkulturellen Öffnung durch entsprechende Organisations- und Personalentwicklung in Gang setzen. Ebenso fordert RIFI in der medizinischen Versorgung einen verstärkten Einsatz entsprechend qualifizierter Dolmetscher ein. Neben den Empfehlungen zur gesundheitlichen Versorgung verabschiedete das RIFI-Plenum auf seiner letzten Sitzung ein weiteres Empfehlungspapier zur Erstaufnahme von Migrantinnen und Migranten in Rheinland-Pfalz. Beide Empfehlungen wurden in der Reihe „RIFI-Mitteilungen“ als Nr. 7 veröffentlicht. Sie können kostenlos bei der Landesbeauftragten für Ausländerfragen Rheinland-Pfalz, E-Mail: BLMI(at)masgff.rlp.de, Fax: 06131/16 40 90, angefordert werden. Der Wortlaut der Empfehlungen ist auch nachzulesen auf der Internetseite der Ausländerbeauftragten unter www.integration.rlp.de, dort unter Themen/Arbeitskreis RIFI.

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