Ausbildungschancen junger Migrantinnen und Migranten verbessern

Schulische Rahmenbedingungen verbessern, für frühzeitige Sprachförderung sorgen, das Berufswahlverhalten positiv beeinflussen, Betriebe für Ausbildung gewinnen und die interkulturelle Kompetenz konsequent vermitteln. Das sind die Kernforderungen, die das Plenum der Rheinland-Pfälzischen Initiative für Integration (RIFI) auf seiner letzten Sitzung beschlossen hat.

Das Empfehlungspapier „Ausbildungschancen junger Migrantinnen und Migranten verbessern“ geht von der nach wie vor defizitären Ausbildungssituation junger Menschen mit Migrationshintergrund aus, benennt ihre Ursachen und zeigt in den insgesamt acht Empfehlungen Möglichkeiten auf, um diese Situation zu verbessern.

„In unseren vielfältigen Bemühungen um die Verbesserung eines chancengleichen Starts der jungen Migrantinnen und Migranten in das Berufsleben werden wir sicherlich nicht alle Probleme lösen und nicht alle Defizite beseitigen können“, sagte die Landesbeauftragte für Ausländerfragen und Initiatorin von RIFI, Maria Weber. „Ich bin aber überzeugt, dass es ein wichtiger Schritt ist, wenn wir nicht reagierend, sondern stets agierend für eine bessere Ausbildung eintreten. Die Probleme dürfen nicht vernebelt werden, sondern müssen ernst genommen werden. Und dort, wo es möglich ist, soll für tragfähige Lösungen gesorgt werden“. Sie unterstrich, dass bei dieser Aufgabe das Zusammenwirken aller, denen die Verwirklichung der Chancengleichheit am Herzen liege – den Schulen, der Wirtschaft und der Verwaltung – unumgänglich sei. Ein gutes Beispiel für eine derartige gelungene Kooperation sei RIFI.

Das RIFI-Gremium befasste sich außerdem mit der Umsetzung des Zuwanderungsgesetzes sowie mit der Rolle der Weiterbildung im Integrationsprozess. Auch zu diesen Themen wurden zahlreiche Empfehlungen beschlossen.

Die RIFI-Empfehlungen zu den Ausbildungschancen junger Migrantinnen und Migranten, der Umsetzung des Zuwanderungsgesetzes und der Rolle von Weiterbildung im Integrationsprozess wurden in der Reihe „RIFI-Mitteilungen“ als Nr. 6 veröffentlicht. Sie können kostenlos bei der Landesbeauftragten für Ausländerfragen Rheinland-Pfalz, E-Mail: blmi(at)masgff.rlp.de, Fax: 06131/16 40 90, angefordert werden. Der Wortlaut der Empfehlungen ist auch nachzulesen auf der Internetseite der Ausländerbeauftragten unter www.integration.rlp.de, dort unter Themen/Arbeitskreis RIFI.

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